So verhindern Sie, dass eine Quiche Wasser abgibt: Einfache Schritte für ein Backen ohne Feuchtigkeit und ohne matschigen Teig
Ein Teig, ein paar Eier, etwas Sahne, Gemüse, Käse, Thunfisch, Speckwürfel oder Schinken … und schon hat man ein einfaches, reichhaltiges Gericht, das perfekt zu einem grünen Salat passt :-)
Aber es gibt da doch ein kleines Problem, das wir alle kennen: die Quiche, die Wasser abgibt.
Man nimmt sie aus dem Ofen, sie duftet herrlich, ist schön goldbraun… doch beim Anschneiden passiert die Katastrophe: Der Boden ist feucht, die Füllung gibt Saft ab, der Teig wird matschig und das Stück hält nicht wirklich zusammen. Das ist zwar nicht weiter schlimm, aber doch ein bisschen frustrierend, wenn man von einer schön zart schmelzenden und knusprigen Quiche geträumt hat!
Aber es gibt gute Nachrichten: Mit ein paar ganz einfachen Tricks lässt sich das wirklich vermeiden.
Das Gemüse gut vorgaren
Der häufigste Grund dafür, dass eine Quiche Wasser abgibt, ist oft das Gemüse.
Zucchini, Tomaten, Lauch, Spinat, Champignons … sie schmecken in einer Quiche köstlich, enthalten aber auch viel Wasser. Wenn man sie roh direkt in die Füllung gibt, geben sie dieses beim Backen ab. Das Ergebnis: eine zu flüssige Füllung und ein durchweichter Teig.
Unser kleiner Ptitchef-Tipp: Braten Sie das Gemüse in der Pfanne an, bevor Sie es in die Quiche geben. Schon wenige Minuten reichen aus, damit es einen Teil seines Wassers verliert und sein Geschmack intensiver wird. Den Spinat solltet ihr nach dem Garen außerdem gut ausdrücken. Bei den Tomaten entfernt ihr am besten einen Teil der Kerne oder verwendet geschnittene und gut abgetropfte Kirschtomaten.
Ja, das ist ein zusätzlicher Schritt … aber ehrlich gesagt macht er den Unterschied ;)
Nicht zu viel Füllung verwenden
Oft möchte man seine Quiche reichlich belegen. Ein bisschen mehr Käse, noch etwas Gemüse, eine Handvoll Speckwürfel, zwei Tomaten mehr … und schließlich wird die Füllung zu üppig für den Teig.
Das Problem ist, dass eine zu voll beladene Quiche nicht so gut gart. Die Zutaten türmen sich auf, die Feuchtigkeit bleibt eingeschlossen, und beim Anschneiden kann das Ganze viel Wasser abgeben.
Ideal ist es, ein gutes Gleichgewicht zu wahren: eine reichhaltige Füllung, ja, aber nicht bis zum Rand gestopft. Der Teig muss sich zwischen die Zutaten schieben können und richtig durchbacken. Eine gut gefüllte Quiche ist köstlich. Eine Quiche, die überläuft und den Teig durchweicht, hingegen viel weniger!
Die Zutaten gut abtropfen lassen
Manchmal liegt das Problem nicht beim Backen, sondern bei den Zutaten selbst.
Schlecht abgetropfter Thunfisch, zu feuchter Mozzarella, Gemüse aus der Dose, in Öl eingelegte getrocknete Tomaten, Frischkäse …all das kann der Quiche viel Flüssigkeit hinzufügen.
Bevor Sie Ihren Teig belegen, nehmen Sie sich daher ein paar Sekunden Zeit, um alles, was abgetropft werden muss, gründlich abtropfen zu lassen. Den Thunfisch geben Sie in ein Sieb, den Mozzarella lassen Sie auf Küchenpapier abtropfen, das Gemüse aus dem Glas wird gut abgespült und anschließend abgetrocknet, und marinierte Zutaten werden nur sparsam hinzugefügt.
Das ist eine ganz einfache Maßnahme, die jedoch oft den berühmt-berüchtigten matschigen Quicheboden verhindert.
Den Teig vorbacken, damit der Boden knuspriger wird
Wenn Ihr Teig unten oft noch weich ist, kann das Vorbacken Ihr bester Verbündeter sein.
Man spricht dabei auch vom Blindbacken: Man rollt den Teig in der Form aus, sticht ihn mit einer Gabel ein und schiebt ihn dann für einige Minuten in den Ofen, bevor man die Füllung darauf gibt. So kann der Boden bereits vorbacken und hält der Feuchtigkeit der Füllung besser stand.
Für noch bessere Ergebnisse können Sie eine dünne Schutzschicht auftragen: etwas feinen Grieß, Semmelbrösel, gesalzenes Mandelpulver, geriebenen Parmesan oder je nach Rezept sogar eine dünne Schicht Senf. Diese Zutaten nehmen einen Teil der Feuchtigkeit auf und sorgen dafür, dass der Teig seine Konsistenz besser behält.
Der kleine Tipp von Ptitchef: ein vorgebackener Teig + eine gut abgetropfte Füllung = deutlich geringeres Risiko einer matschigen Quiche.
Vorsicht mit dem Quiche-Gerät
Eine Quiche, die Wasser abgibt, kann auch daran liegen, dass die Masse zu flüssig ist. Wenn man zu viel Milch, zu viel leichte Sahne oder zu wenige Eier hinzufügt, kann die Füllung Schwierigkeiten haben, richtig fest zu werden.
Für eine feste Konsistenz sollte man sich an eine einfache Grundzubereitung halten: Eier, Sahne oder eine Sahne-Milch-Mischung, etwas Salz, Pfeffer und eventuell eine Prise Muskatnuss. Wenn Sie viel Gemüse verwenden, sollten Sie vermeiden, die Masse zu flüssig zu machen, da das Gemüse bereits seine eigene Feuchtigkeit beisteuert.
Und vor allem: Füllen Sie die Masse nicht bis zum Rand der Form. Beim Backen kann die Quiche leicht aufgehen, und wenn sie zu voll ist, läuft sie möglicherweise über oder backt ungleichmäßig.
Vor dem Schneiden ruhen lassen
Man weiß ja, das ist schwer...
Die Quiche kommt aus dem Ofen, ist goldbraun, duftet herrlich, und alle haben schon Hunger. Aber wenn man sie sofort anschneidet, hat die Füllung noch keine Zeit gehabt, fest zu werden. Das Ergebnis: Die Füllung wirkt möglicherweise flüssiger und gibt etwas Wasser auf den Teller ab.
Lassen Sie sie vor dem Servieren 10 bis 15 Minuten ruhen. Sie ist dann immer noch warm, lässt sich aber viel leichter schneiden. Die Stücke halten besser zusammen, die Füllung ist fester und der Teig neigt weniger dazu, zusammenzufallen.
Und ganz unter uns: Eine lauwarme Quiche mit einem richtig frischen Salat schmeckt oft sogar noch besser!
Wie gelingt also eine Quiche, die kein Wasser abgibt?
Letztendlich liegt das Geheimnis einer guten Quiche nicht nur im Rezept. Es kommt vor allem auf die Zubereitung der Zutaten an.
Wasserreiches Gemüse wird vorgegart, Thunfisch, Mozzarella oder Konserven werden gut abgetropft, man vermeidet es, den Belag zu überladen, den Teig wird bei Bedarf vorgebacken und man lässt die Quiche ruhen, bevor man sie in Stücke schneidet.
Mit diesen wenigen Tipps gehören Quiches, die in ihrem eigenen Saft schwimmen, oder ein matschiger Teig am Boden der Form der Vergangenheit an. Freuen Sie sich auf saubere Stücke, eine zart schmelzende Füllung und einen Teig, der sich angenehm essen lässt :)
Jetzt, da ihr alles wisst, müsst ihr nur noch die Tarteform herausholen … und die nächste Quiche ganz entspannt zubereiten!
Adèle Peyches










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