Wie kocht man Lauch, ohne dass er faserig oder wässrig wird?

Freitag 4 September 2026 16:00 - Adèle Peyches
Wie kocht man Lauch, ohne dass er faserig oder wässrig wird?
Lauch lieben wir in Suppen, auf der Tarte, im Fondue oder als Gratin. Aber wenn er nicht richtig gegart wird, kann er auf dem Teller schnell faserig, wässrig oder regelrecht matschig werden.

Und dabei liegt das Problem oft an zwei Dingen: Man lässt zu harte Teile drin oder hält sich nicht an die richtige Garzeit.

Um also zarten, aber nicht matschigen Lauch zu erhalten, sollten Sie folgende Schritte beachten und vor allem die richtigen Garzeiten kennen.

Vor dem Garen: Entfernen Sie alles, was zu hart bleibt

Der weiße Teil des Lauchs ist am zartesten. Auch das hellgrüne Teil eignet sich sehr gut zum Kochen. Die dunkelgrünen Blätter sind hingegen oft zäher und faseriger.

Für ein Fondue, eine Tarte oder einen Gratin sollten Sie vor allem den weißen Teil und das zarte Grün verwenden. Die zäheren Teile eignen sich für eine pürierte Suppe oder eine Brühe.

Wenn Sie alles zusammen kurz garen, können einige Blätter faserig bleiben, auch wenn der Rest bereits gar ist.

Reinigen Sie sie zwischen jedem Blatt

Lauchstangen haben oft Erde zwischen den Blättern. Schneiden Sie sie der Länge nach auf, öffnen Sie die Schichten leicht und spülen Sie sie dann unter kaltem Wasser ab.

Für ein Fondue können Sie sie auch in Ringe schneiden und anschließend in einer großen Schüssel mit Wasser abspülen. Die Erde sinkt auf den Boden, anschließend müssen Sie den Lauch nur noch abtropfen lassen.

Schütteln Sie ihn vor dem Garen gut aus oder geben Sie ihn in eine Salatschleuder. Je weniger Wasser er in die Pfanne bringt, desto weniger Wasser gibt er ab.

In der Pfanne: 15 bis 20 Minuten für ein gelungenes Fondue

Das ist die ideale Zubereitungsmethode für ein Lauchfondue, eine Tarte oder eine Beilage. Schneiden Sie den Lauch in dünne Ringe oder Halbringe.

Erhitzen Sie etwas Butter oder Olivenöl, geben Sie den Lauch hinzu, salzen Sie ihn leicht und lassen Sie ihn bei mittlerer bis schwacher Hitze garen. Rechnen Sie insgesamt 15 bis 20 Minuten ein.

Decken Sie den Topf in den ersten 8 bis 10 Minuten zu, damit der Lauch weich wird, und nehmen Sie dann den Deckel ab, damit das Wasser verdampfen kann. So vermeiden Sie, dass das Fondue zu flüssig wird.

Im Dampfgarer: 10 bis 15 Minuten, je nach Größe

Dämpfen ist praktisch, wenn Sie zarten Lauch möchten, ohne ihn in Wasser zu ertränken. Schneiden Sie ihn in gleichmäßige Stücke oder halbieren Sie die Lauchstangen.

Rechnen Sie mit etwa 10 bis 15 Minuten. Kleine Stücke garen schneller, größere Stücke benötigen eher 15 Minuten.

Der Test ist einfach: Die Messerspitze muss leicht hineingehen, aber der Lauch darf nicht zerfallen. Lassen Sie ihn nach dem Garen einige Minuten gut abtropfen.

In kochendem Wasser: 10 bis 12 Minuten, anschließend unbedingt abtropfen lassen

Das Kochen in Wasser eignet sich gut für Lauch mit Vinaigrette oder für Suppen. Bringen Sie einen Topf mit Salzwasser zum Kochen, geben Sie den Lauch hinzu und lassen Sie ihn bei mittelgroßen Stücken 10 bis 12 Minuten garen.

Für eine Suppe macht es nichts aus, wenn sie etwas weicher sind. Für einen Salat oder Lauch mit Vinaigrette sollten Sie die Garzeit von 12 Minuten nicht überschreiten, damit der Lauch eine angenehme Bissfestigkeit behält.

Anschließend gut abtropfen lassen. Lauch nimmt viel Wasser auf. Sie können ihn sogar auf Küchenpapier oder ein sauberes Geschirrtuch legen.

Im Ofen: 25 bis 35 Minuten für ein stärker gebräuntes Ergebnis

Im Ofen entwickeln die Lauchstangen einen milderen, leicht karamellisierten Geschmack. Schneiden Sie sie in Stücke, geben Sie einen Schuss Öl, Salz und Pfeffer hinzu und verteilen Sie sie dann in einer Auflaufform oder auf einem Backblech.

Rechnen Sie je nach Dicke der Stücke mit 25 bis 35 Minuten bei 180–200 °C. Wenden Sie sie nach der Hälfte der Garzeit bei Bedarf.

Legen Sie sie nicht zu dicht nebeneinander. Ist die Auflaufform zu voll, garen die Lauchstangen im eigenen Dampf und geben Wasser ab, anstatt zu bräunen.

Für eine Suppe: 20 bis 25 Minuten reichen aus

Bei einer Lauch-Kartoffel-Suppe muss man nicht eine Stunde lang kochen. Sobald der Lauch einige Minuten lang in etwas Fett angeschwitzt ist, fügen Sie die Kartoffeln und die Flüssigkeit hinzu.

Rechnen Sie mit etwa 20 bis 25 Minuten Garzeit, bis die Kartoffeln weich sind.

Da die Suppe püriert wird, können auch die etwas grüneren Teile verwendet werden, aber vermeiden Sie dennoch die wirklich zähen Blätter, wenn Sie eine cremige Konsistenz wünschen.

Für eine Tarte oder ein Gratin: Vorbacken unbedingt erforderlich

Oft ist es genau das, was dazu führt, dass der Lauch alles matschig macht. Wenn Sie ihn roh in eine Tarte oder einen Auflauf geben, gibt er beim Garen Wasser ab.

Der richtige Trick: Braten Sie ihn 15 bis 20 Minuten in der Pfanne vor und lassen Sie ihn dann einige Minuten abkühlen, bevor Sie ihn unter die Masse oder die Soße mischen.

Für ein Gratin können Sie sie auch 10 bis 15 Minuten dämpfen, müssen sie dann aber wirklich gut abtropfen lassen, bevor Sie sie in die Auflaufform geben.

Der klassische Fehler: den Deckel bis zum Schluss drauflassen

Wenn man zu Beginn den Deckel auflegt, wird der Lauch schön weich. Wenn man den Deckel jedoch bis zum Schluss drauf lässt, bleibt die gesamte Feuchtigkeit in der Pfanne.

Das Ergebnis: ein zu flüssiges Fondue, eine matschige Torte oder ein Gratin, aus dem beim Anschneiden Wasser austritt.

Die richtige Vorgehensweise ist ganz einfach: Zu Beginn den Deckel auflegen, am Ende dann ohne Deckel weitergaren. Der Lauch wird zart, bleibt aber nicht wässrig.

Wie man sie würzt, ohne sie zu schwer zu machen

Lauch passt gut zu einfachen Zutaten: Butter, Olivenöl, Sahne, Senf, Zitrone, Curry, Muskatnuss, Käse, Lachs oder Schinken.

Für ein Fondue reichen ein Löffel Sahne und etwas Senf völlig aus. Für eine Suppe sind Kartoffeln und Lauch nach wie vor ein unschlagbares Duo. Für eine Quiche eignen sich Käse, Eier, Kräuter oder Fisch.

Das kleine Extra: Fügen Sie die Gewürze erst am Ende der Garzeit hinzu, wenn das Wasser bereits verdampft ist.

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Die übersichtliche Zusammenfassung der Garzeiten

Für ein Fondue in der Pfanne rechnen Sie mit 15 bis 20 Minuten. Beim Dämpfen rechnen Sie mit 10 bis 15 Minuten. In kochendem Wasser: 10 bis 12 Minuten, anschließend gut abtropfen lassen. Im Ofen: 25 bis 35 Minuten. In der Suppe: etwa 20 bis 25 Minuten.

Und vor allem sollten Sie Folgendes beachten: Um zu vermeiden, dass der Lauch matschig wird, muss er lange genug gegart werden, damit er zart wird, aber gleichzeitig muss das Wasser verdampfen können.

Genau dieses Detail macht den Unterschied zwischen fadem Lauch und wirklich zartem Lauch aus.
Adèle PeychesAdèle Peyches
Redaktionsleiterin, die es kaum erwarten kann, im Winter Fondue zu essen! Leidenschaftlich für Gastronomie und immer auf der Suche nach neuen kulinarischen Schätzen, habe ich zunächst Jura studiert, bevor ich zu meiner ersten Liebe zurückkehrte: dem Geschmack guter Produkte und der Freude am gemeinsamen Essen :)

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