Wie kocht man rote Bohnen, damit sie zart werden, ohne dass sie zu Brei zerfallen?

Mittwoch 9 September 2026 17:00 - Adèle Peyches
Wie kocht man rote Bohnen, damit sie zart werden, ohne dass sie zu Brei zerfallen?
Rote Bohnen – wir lieben sie in Chili, in duftendem Reis, in einem vegetarischen Burger oder in einem reichhaltigen Salat. Aber wenn sie falsch zubereitet werden, können sie hart bleiben, aufplatzen oder das Gericht schwer verdaulich machen.

Das eigentliche Geheimnis liegt darin, zu wissen, um welche Art von roten Bohnen es sich handelt: getrocknete, eingeweichte, nicht eingeweichte oder bereits gekochte Bohnen aus der Dose. Die Garzeit variiert je nach Art stark.

Hier sind die richtigen Anhaltspunkte, damit sie ohne Stress gelingen.

Muss man rote Bohnen einweichen?

Bei getrockneten roten Bohnen wird das Einweichen dringend empfohlen. Dadurch garen die Bohnen gleichmäßiger, die Garzeit verkürzt sich und oft ergibt sich eine angenehmere Konsistenz.

Geben Sie die roten Bohnen in eine große Schüssel, bedecken Sie sie großzügig mit kaltem Wasser und lassen Sie sie 8 bis 12 Stunden einweichen. Da sie aufquellen, sollten Sie ausreichend Wasser einplanen.

Nach dem Einweichen gießen Sie das Wasser ab, spülen Sie die Bohnen ab und beginnen Sie dann mit dem Kochen.

Kochzeit im Topf nach dem Einweichen: 1 Stunde bis 1 Stunde 30 Minuten

Sobald die Bohnen eingeweicht und abgespült sind, geben Sie sie in einen großen Topf und bedecken Sie sie mit kaltem Wasser. Das Wasser sollte die Bohnen um einige Zentimeter überragen.

Bringen Sie das Wasser zum Kochen und reduzieren Sie dann die Hitze, sodass es leicht köchelt. Rechnen Sie je nach Größe, Alter und Qualität der Bohnen mit einer Garzeit von etwa 1 Stunde bis 1 Stunde 30 Minuten.

Sie sind fertig, wenn sie weich sind, aber noch Biss haben. Probieren Sie immer, bevor Sie den Garvorgang beenden.

Kochen ohne Einweichen: möglich, dauert aber länger

Haben Sie das Einweichen vergessen? Das kommt vor. Rote Bohnen lassen sich auch ohne Einweichen kochen, aber da muss man Geduld haben.

Spülen Sie sie ab, geben Sie sie in einen Topf mit reichlich kaltem Wasser, bringen Sie das Wasser zum Kochen und lassen Sie sie dann bei schwacher Hitze köcheln. Rechnen Sie in der Regel mit 2 bis 2,5 Stunden, manchmal auch etwas länger, wenn die Bohnen schon etwas älter sind.

Achten Sie auf den Wasserstand und füllen Sie bei Bedarf Wasser nach. Die Bohnen müssen immer mit Wasser bedeckt bleiben.

Kochen im Schnellkochtopf: viel schneller

Der Schnellkochtopf ist sehr praktisch, wenn man Zeit sparen möchte. Geben Sie die eingeweichten und abgespülten roten Bohnen nach dem Einweichen in den Topf, bedecken Sie sie mit Wasser und starten Sie den Druckgarvorgang.

Rechnen Sie bei bereits eingeweichten Bohnen mit etwa 25 bis 35 Minuten nach Erreichen des Druckzustands.

Ohne Einweichen kann die Garzeit eher 45 bis 60 Minuten betragen. Das Ergebnis hängt stark von den Bohnen ab, daher sollten Sie den Garzustand überprüfen und die Garzeit bei Bedarf verlängern.

Rote Bohnen aus der Dose: Sie sind bereits gekocht

Rote Bohnen aus der Dose sind am schnellsten zubereitet. Sie sind bereits gekocht, sodass man sie nicht mehr lange nachkochen muss.

Lassen Sie sie abtropfen, spülen Sie sie mit kaltem Wasser ab, wenn Sie überschüssige Konservierungsflüssigkeit entfernen möchten, und geben Sie sie dann am Ende der Garzeit zu Ihrem Gericht. Rechnen Sie etwa 5 bis 10 Minuten ein, um sie in einer Soße, einem Chili oder einer Pfannengerichte aufzuwärmen.

Wenn Sie sie zu lange kochen, können sie zerfallen.

Wann sollte man die roten Bohnen salzen?

Für ein gleichmäßigeres Garergebnis sollte man erst gegen Ende der Garzeit salzen, vor allem wenn es sich um getrocknete Bohnen handelt und Sie befürchten, dass sie zu fest bleiben.

Fügen Sie das Salz hinzu, wenn die Bohnen bereits weich werden, und lassen Sie sie dann noch einige Minuten weiterkochen, damit sich der Geschmack entfalten kann.

Die Gewürze können hingegen von Anfang an hinzugefügt werden: Lorbeer, Knoblauch, Zwiebeln, Thymian, Kreuzkümmel oder Paprika eignen sich sehr gut.

Das Wichtigste: Sie dürfen nicht bei starker Hitze gekocht werden.

Rote Bohnen sollten schonend gekocht werden. Wenn das Wasser zu stark kocht, können die Häutchen aufplatzen und die Bohnen zerfallen.

Nachdem das Wasser zum ersten Mal aufgekocht ist, drehen Sie die Hitze herunter und lassen Sie es ruhig vor sich hin köcheln. Das erfordert zwar etwas mehr Geduld, aber das Ergebnis ist besser.

Für ein Gericht, bei dem die Bohnen ganz bleiben sollen, ist das wirklich die richtige Vorgehensweise.

Woran erkennt man, ob sie gar sind?

Der beste Test ist ganz einfach: Probieren Sie die Bohnen. Eine gekochte rote Bohne sollte bis ins Innere hinein zart sein, ohne harte Stellen, aber nicht völlig zerfallen.

Wenn die Schale zart ist, das Innere aber noch fest, verlängern Sie die Garzeit in 10-Minuten-Schritten.

Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf die angegebene Garzeit. Ältere Bohnen benötigen unter Umständen eine längere Garzeit.

Warum bleiben rote Bohnen manchmal hart?

Es gibt mehrere Gründe, warum Bohnen hart bleiben: Sie sind alt, wurden nicht lange genug eingeweicht, das Wasser ist sehr kalkhaltig oder sie wurden nicht lange genug gekocht.

Erhöhen Sie in diesem Fall die Hitze nicht zu stark. Geben Sie bei Bedarf etwas heißes Wasser hinzu und lassen Sie die Bohnen langsam weiterkochen.

Der richtige Anhaltspunkt ist die Konsistenz, nicht nur die Uhr.

Zubereitungsideen

Als einfache Grundzutat, die man immer griffbereit haben sollte, finden Sie hier ein spezielles Rezept zum Garen von roten Bohnen.

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Die übersichtliche Zusammenfassung der Garzeiten

Trockene rote Bohnen sollten 8 bis 12 Stunden eingeweicht werden. Nach dem Einweichen beträgt die Garzeit im Topf 1 Stunde bis 1 Stunde 30 Minuten. Ohne Einweichen sollten Sie eher mit 2 Stunden bis 2 Stunden 30 Minuten rechnen.

Im Schnellkochtopf benötigen die Bohnen nach dem Einweichen 25 bis 35 Minuten, ohne Einweichen 45 bis 60 Minuten. Bei roten Bohnen aus der Dose reichen 5 bis 10 Minuten zum Aufwärmen.

Probieren Sie die Bohnen in jedem Fall, bevor Sie den Garvorgang beenden. So vermeiden Sie am besten, dass die Bohnen noch zu hart oder zu matschig sind!
Adèle PeychesAdèle Peyches
Redaktionsleiterin, die es kaum erwarten kann, im Winter Fondue zu essen! Leidenschaftlich für Gastronomie und immer auf der Suche nach neuen kulinarischen Schätzen, habe ich zunächst Jura studiert, bevor ich zu meiner ersten Liebe zurückkehrte: dem Geschmack guter Produkte und der Freude am gemeinsamen Essen :)

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