Ist Brot wirklich ein Feind für Sportler? Was Sie wissen sollten, bevor Sie es weglassen
Brot galt lange Zeit als unverzichtbar für die französische Ernährung, doch heute wird es manchmal mit dem Finger auf andere gezeigt. Zu viele Kohlenhydrate, schlecht für die Figur, uninteressant für die Leistung... es gibt viele Vorurteile.
Bei Sportlern kommt die Frage noch häufiger auf: Soll man weiterhin Brot essen, wenn man Sport treibt? Ist es ein Verbündeter... oder ein Hindernis?
Die gute Nachricht: Die Antwort ist viel differenzierter als man denkt.
Brot: ein einfaches, aber wichtiges Nahrungsmittel
Bevor wir ein Urteil fällen, müssen wir zu den Grundlagen zurückkehren.
Brot besteht in seiner einfachsten Form aus :
- Mehl
- Wasser
- Salz
Mit anderen Worten: Es ist ein stärkehaltiges Nahrungsmittel, also eine Energiequelle.
Und genau das macht es für Sportler interessant. Denn Energie ist das Herzstück der Leistung, sei es beim Laufen, Trainieren oder Erholen.
Macht Brot dick oder leistungshemmend?
Dies ist wahrscheinlich der am weitesten verbreitete Irrglaube.
Nein, Brot allein macht nicht dick.
Wie die Ernährungswissenschaftlerin Anne-Laure Laratte erklärt, ist es nie ein einzelnes Nahrungsmittel, das Probleme bereitet, sondern die gesamte Ernährung.
Beispiel:
- ein ausgewogenes Sandwich → ok
- ein Sandwich + Gebäck + Limonade → zu viel.
Nicht das Brot ist das Problem, sondern der Kontext, in dem es verzehrt wird.
Warum Brot für Sportler nützlich ist
Brot gehört zur Familie der komplexen Kohlenhydrate (der "langsamen Zucker").
Diese Kohlenhydrate sind die Hauptenergiequelle des Körpers.
Für einen Sportler sind sie unerlässlich :
- vor der Anstrengung → um Energie zu haben
- nach der Anstrengung → um die Reserven wieder aufzufüllen.
Das ist das sogenannte Glykogen, der Treibstoff für die Muskeln.
Ohne Kohlenhydrate ist es schwierig, Leistung zu erbringen.
Nicht jedes Brot ist gleich gut
Dies ist ein entscheidender Punkt.
Die Art des Brotes, das Sie wählen, ändert alles.
Die interessantesten Brotsorten :
- Vollkornbrot
- Getreidebrot
- Roggenbrot
- Sauerteigbrot
Sie enthalten mehr Ballaststoffe und Proteine und sättigen länger.
Im Gegensatz dazu:
- Weißbrot
- Industriebrot
- stark verarbeitetes Toastbrot
Sie sind stärker raffiniert, sättigen weniger und haben einen höheren glykämischen Effekt.
Das "Brot der Sportler": Mythos oder Realität?
Vielleicht haben Sie schon einmal von "Sportlerbrot" gehört.
Dabei handelt es sich oft um Brote, die angereichert sind:
- Trockenfrüchte
- Samen
- Getreide
Sie kombinieren schnelle und langsame Kohlenhydrate.
Ergebnisse:
- sofortige Energie
- lang anhaltende Energie
Interessant vor oder nach einer Anstrengung ... aber in Maßen genießen.
Denn Trockenfrüchte liefern auch viel Zucker.
Brot und Verdauung: Ein wichtiger Punkt, der nicht vernachlässigt werden sollte
Manche Sportler meiden Brot aus einem einfachen Grund: wegen der Verdauung.
Ja, Brot kann bei manchen Menschen Blähungen verursachen.
Mögliche Ursachen:
- Glutensensitivität
- schlechtes Kauen
- zu schneller Verzehr
In diesem Fall :
- Sauerteigbrot bevorzugen
- andere Mehlsorten testen (Roggen, Dinkel...)
- die Mengen anpassen
Auf den eigenen Körper zu hören bleibt wesentlich.
Erhöht Brot den Blutzuckerspiegel?
Ja ... aber es kommt darauf an, wie Sie es verzehren.
Weißbrot, das allein verzehrt wird, kann einen Blutzuckerspitzenwert verursachen.
In der Realität wird Brot jedoch fast nie allein gegessen.
Kombinieren Sie es mit :
- Eiweiß (Eier, Käse ...)
- Fette (Butter, Avocado...)
Dadurch wird die Aufnahme von Zucker verlangsamt.
Wie viel Brot sollte ein Sportler essen?
Es gibt keine allgemeingültige Regel.
Alles hängt ab von:
- von Ihrer Aktivität
- von Ihrem Anstrengungsniveau
- von Ihrer Gesamternährung
Brot sollte als stärkehaltiges Nahrungsmittel integriert werden, nicht als "Extra".
Beispiel:
Brot + Gemüse + Eiweiß → ausgewogene Mahlzeit
Brot + Nudeln + Reis → zu viele Kohlenhydrate.
Es kommt auf die Gesamtbilanz an.
Brot und Gewichtsverlust: Unvereinbar?
Dies ist ein weiteres Missverständnis.
Ja, man kann Brot essen und trotzdem abnehmen.
Worauf es ankommt:
- die Menge
- die Qualität
- die Ausgewogenheit der Mahlzeiten.
Ein ausgewogenes hausgemachtes Sandwich kann durchaus Teil eines Schlankheitsziels sein.
Das Problem ist nicht das Brot, sondern was man dazu isst.
Also, Verbündeter oder Feind?
Die Antwort ist einfach:
Brot ist ein Verbündeter - vorausgesetzt, man nutzt es richtig.
Es liefert :
- Energie
- Sättigung
- der Einfachheit der Mahlzeiten.
Aber wie jedes Nahrungsmittel muss es ausgewogen verzehrt werden.
Adèle Peyches
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