Air Fryer: Ist er wirklich gesünder? Was Sie vor dem täglichen Gebrauch wissen sollten
Er hat sich innerhalb weniger Jahre in unseren Küchen als unverzichtbar etabliert. Der Air Fryer, oder "Luftfritteuse", verspricht knusprige Gerichte mit wenig oder gar keinem Öl. Das macht sie für alle attraktiv, die sich etwas gönnen und gleichzeitig leichter essen wollen.
Der Erfolg des Geräts ist beeindruckend: Fast 40 % der französischen Haushalte sind mit einem solchen Gerät ausgestattet, was beweist, dass es einem echten Bedürfnis entspricht.
Hinter dem Image des "gesünderen" Geräts verbirgt sich jedoch eine etwas differenziertere Realität. Denn auch wenn der Airfryer echte Vorteile hat, verwandelt er nicht automatisch alle Zubereitungen in gesundheitsfördernde Optionen.
Sollte man ihm also misstrauen? Nicht wirklich. Es ist jedoch besser, wenn Sie wissen, wie Sie ihn richtig einsetzen.
Ein praktisches Gerät, das es in sich hat
Es ist schwer, die Vorteile des Air Fryers zu leugnen.
Er ermöglicht :
- die Menge an Fett zu reduzieren
- schnell zu garen
- eine knusprige Textur zu erhalten
und den Alltag zu vereinfachen.
Es ist eindeutig ein interessanter Verbündeter, wenn es darum geht, leichter zu kochen, ohne auf Genuss zu verzichten.
Und im Vergleich zum klassischen Frittieren ist die Fetteinsparung sehr real.
Weniger Öl... aber nicht unbedingt ohne Auswirkungen
Eines der Hauptargumente für den Air Fryer ist, dass er kein (oder weniger) Öl benötigt. Und in diesem Punkt hält er, was er verspricht.
Das bedeutet aber nicht, dass das Kochen völlig neutral ist.
Wie beim Kochen im Ofen oder in der Pfanne können sich auch beim Kochen bei hohen Temperaturen bestimmte Stoffe bilden, insbesondere Acrylamid.
Dieses Molekül bildet sich vor allem in kohlenhydratreichen Lebensmitteln wie Kartoffeln, wenn diese bei hohen Temperaturen gegart werden.
Es wird von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) als " wahrscheinlich krebserregend " eingestuft.
Ist das ein Grund zur Sorge?
Das ist nicht unbedingt der Fall.
Die Daten von Anses zeigen, dass Acrylamid vor allem in stark gegarten Lebensmitteln enthalten ist, insbesondere in Pommes frites oder Bratkartoffeln.
Der Schlüsselfaktor ist nicht der Air Fryer an sich, sondern der Grad der Garung.
Anders formuliert:
- ein leicht gebräuntes Garen → wenig problematisch
- ein sehr braunes oder verbranntes → Gargut sollte vermieden werden.
Diese Feststellung gilt unabhängig vom verwendeten Gerät (Backofen, Pfanne, Fritteuse ...).
Pommes frites: Der wichtigste Punkt, auf den Sie achten sollten
Dies ist einer der häufigsten Verwendungszwecke des Air Fryers - und auch der, der am meisten Aufmerksamkeit erfordert.
Laut Anses gehören Kartoffelprodukte zu den Hauptquellen der Acrylamidexposition, insbesondere bei Kindern.
Aber auch hier kommt es darauf an, wie man kocht.
Eine gelegentlich verzehrte Portion goldbrauner Pommes frites hat nicht die gleichen Auswirkungen wie der regelmäßige Verzehr von stark gekochten Produkten.
Materialien: Ein Punkt, den Sie überprüfen sollten, ohne ihn zu dramatisieren
Ein weiteres Thema, das manchmal angesprochen wird, sind Antihaftbeschichtungen.
Einige Geräte können PFAS enthalten, eine Familie von Substanzen, die auf ihre Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt untersucht wurden.
Nicht alle Modelle sind davon betroffen, und die Normen ändern sich regelmäßig.
Der richtige Reflex bleibt einfach:
- ein qualitativ hochwertiges Gerät wählen
- beschädigte Beschichtungen vermeiden
- die Nutzungsempfehlungen befolgen
Wichtig ist, wie Sie es verwenden
Im Grunde ist der Air Fryer ein Werkzeug. Und wie bei jedem Werkzeug hängt seine Wirkung vor allem davon ab, wie Sie es einsetzen.
Richtig eingesetzt kann er sogar Vorteile bieten:
- Fett einschränken
- das Selbstkochen fördern
- leichtere Alternativen zu bestimmten Gerichten anbieten.
Es kommt auf das Gesamtgleichgewicht an, nicht auf ein bestimmtes Gerät.
Die richtigen Reflexe
Um den Air Fryer ohne Nachteile zu nutzen, genügen einige einfache Gewohnheiten:
- goldbraune statt stark gebräunte Speisen bevorzugen
- unnötig hohe Temperaturen vermeiden
- die Speisen variieren (Gemüse, Fisch, Fleisch ...)
- mit anderen Garmethoden abwechseln.
Die Idee ist nicht, auf sie zu verzichten, sondern sie intelligent zu nutzen.
Ist das ein guter oder schlechter Schüler?
Weder das eine noch das andere.
Der Airfryer ist kein Wundergerät, aber man sollte ihn auch nicht meiden. Er gehört einfach zu einer modernen Art des Kochens, die schneller und oftmals leichter ist.
Bei richtiger Anwendung kann er sogar ein echter Verbündeter im Alltag sein.
Adèle Peyches
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