Der einfache Trick, damit Tomaten nicht vorzeitig reifen
Es gibt Tomaten, die scheinbar von einem Tag auf den anderen verderben. Man kauft sie fest, legt sie in der Küche beiseite und plant einen Salat, einen Gazpacho oder einen Toast, und wenn man sie dann verwenden will, ist schon die eine oder andere weich, schrumpelig oder überreif.
Am einfachsten ist es, der Hitze die Schuld zu geben, dem Zustand, in dem sie aus dem Laden kamen, oder dem Pech beim Verkäufer. Aber oft liegt das Problem nicht bei der Tomate, sondern darin, wo wir sie nach dem Einkauf hinlegen. Oder genauer gesagt: neben was wir sie hingelegt haben.
Wenn du möchtest , dass deine Tomaten nicht vorzeitig reifen und auch nicht alle auf einmal, gibt es ein paar einfache Maßnahmen, die du gleich nach dem Einkauf ergreifen solltest.
Warum reifen manche Tomaten so schnell?
Die Tomate reift auch nach der Ernte weiter. Sie gehört zu den sogenannten klimakterischen Früchten: Auch wenn sie nicht mehr an der Pflanze hängt, atmet sie weiter und setzt ihren Reifeprozess fort.
Deshalb kann eine feste Tomate innerhalb weniger Tage weich werden, an Aroma gewinnen, ihre Konsistenz verändern oder überreifen, wenn sie nicht rechtzeitig verzehrt wird. An diesem Prozess ist Ethylen beteiligt, ein natürliches Gas, das viele Früchte während der Reifung produzieren, darunter Bananen, Äpfel, Birnen, Avocados und auch Tomaten selbst.
Wenn Tomaten neben bereits reifen Früchten wie Bananen, Äpfeln, Birnen oder Avocados liegen, sind sie mehr Ethylen ausgesetzt, als sie es einzeln wären. Das macht sie nicht sofort schlecht, kann aber dazu führen, dass sie schneller weiterreifen.
Ähnliches passiert, wenn sich in der Gruppe eine Tomate befindet, die viel reifer ist als die anderen. Deshalb sollte man sie trennen: nicht nur, um sie früher zu verbrauchen, sondern auch, damit die anderen nicht im gleichen Tempo reifen.
Daher rührt diese bekannte Situation: Man kauft mehrere Tomaten in gutem Zustand und ein paar Tage später scheint es, als müssten alle gleichzeitig verbraucht werden.
Deshalb ist es entscheidend, sie nicht alle gleich zu lagern, sondern sie nach ihrem Reifegrad zu trennen.
Das Erste, was man nach dem Einkauf macht
Bevor man die Tomaten einlagert, sollte man sie kurz sortieren. Das dauert nicht länger als eine Minute, aber diese eine Minute kann das Ergebnis erheblich beeinflussen.
Die reifsten Tomaten sollten gut sichtbar liegen, damit man sie zuerst verbraucht. Diejenigen, die noch fest sind, können separat bei Raumtemperatur aufbewahrt werden. Und wenn eine Tomate Druckstellen, Risse oder zu weich ist, sollte man sie besser so schnell wie möglich vom Rest trennen.
Diese einfache Sortierung verhindert, dass alle im gleichen Tempo reifen. Sie hilft auch dabei, geordneter zu kochen: Die reifsten Tomaten können in eine Sauce, einen Gazpacho, einen Salmorejo oder auf einen Toast kommen; die festen können noch etwas länger für einen Salat warten.
Es geht nicht darum, ihre Haltbarkeit unbegrenzt zu verlängern, sondern darum, einen bereits laufenden Prozess nicht ungewollt zu beschleunigen.
Wo bewahrt man Tomaten am besten auf, damit sie länger halten?
Wenn die Tomaten noch fest sind oder ihnen der Geschmack fehlt, lässt man sie am besten bei Raumtemperatur an einem kühlen, trockenen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung liegen. Die Arbeitsplatte eignet sich dafür, sofern sie nicht direkt am Fenster, in der Nähe des Ofens oder an einem zu warmen Ort steht. Suchen Sie lieber die kühlste Ecke in der Küche oder in der Speisekammer.
Die Obstschale scheint der natürliche Ort zu sein, hilft aber nicht immer. Dort liegen sie oft neben Bananen, Äpfeln, Birnen oder sehr reifen Avocados, also Früchten, die Ethylen produzieren, ein natürliches Gas, das die Reifung beschleunigt. Auch Tomaten produzieren Ethylen beim Reifen, daher ist es ratsam, die bereits weichen oder reifen Tomaten von den noch festen zu trennen.
Und der Kühlschrank?
Der Kühlschrank verlangsamt den Reifeprozess, sollte aber nicht die erste Wahl sein. Wenn eine Tomate noch hart, etwas grün oder aromarm ist, kann die Kälte dazu führen, dass sie geschmacklich flacher wird und eine schlechtere Konsistenz bekommt.
Ist die Tomate hingegen bereits reif und wird nicht sofort verzehrt, kann der Kühlschrank dazu beitragen, dass sie nicht so schnell überreift. Idealerweise bewahrt man sie nur ein paar Tage auf und nimmt sie kurz vor dem Verzehr heraus, damit sie wieder Raumtemperatur annimmt und nicht kalt und fade auf den Tisch kommt.
Ist die Tomate bereits aufgeschnitten, gibt es keinen Zweifel: Sie muss in den Kühlschrank, gut abgedeckt oder in einem verschlossenen Behälter, und sollte bald verzehrt werden.
Weitere Tipps für eine längere Haltbarkeit
Man sollte sie nicht übereinander stapeln. Wenn sie übereinander liegen, drücken sie sich gegenseitig, stoßen aneinander, werden schneller weich, und es kann leichter passieren, dass eine beschädigte Frucht verdeckt bleibt und die ganze Ernte verdirbt. Am praktischsten ist es, sie auf ein Tablett, einen großen Teller oder in eine flache Schale zu legen, möglichst in einer einzigen Schicht.
Man sollte sie auch nicht vor dem Einlagern waschen. Feuchtigkeit auf der Schale kann den Verderb beschleunigen, vor allem wenn Tropfen am Stielansatz oder zwischen mehreren Tomaten zurückbleiben. Waschen sollte man sie besser erst kurz vor dem Verzehr.
Wenn der Stielansatz fehlt, kann man sie mit dieser Seite nach unten legen. Das bewirkt zwar keine Wunder, kann aber den Feuchtigkeitsverlust durch die kleine Narbe am Stielansatz etwas verringern.
Die einfache Regel, um nichts falsch zu machen
Wenn du das nächste Mal Tomaten kaufst, halte dich an folgende Vorgehensweise: Trenne die reifen von den noch festen Tomaten, lege sie nicht neben Bananen oder Äpfel, wasche sie erst kurz vor dem Verzehr und lege sie erst dann in den Kühlschrank, wenn sie reif oder bereits aufgeschnitten sind.
Tomaten halten nicht ewig, da sie zu Hause weiterreifen. Aber mit dieser einfachen Maßnahme – sie von Anfang an gut zu trennen – ist es viel einfacher, dass sie in gutem Zustand, mit besserer Konsistenz und zum richtigen Zeitpunkt auf den Tisch kommen.
Patricia González
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