So macht man hausgemachte Arepas: Grundrezept und 7 Fehler, die man vermeiden sollte
Eine gut gelungene Arepa erkennt man schon, bevor man sie füllt: Sie ist außen goldbraun, hat eine dünne Kruste und bleibt innen zart und gut durchgebacken. Das mit einem Teig zu erreichen, der nur aus Maismehl, Wasser und Salz besteht, scheint einfach zu sein – bis Risse entstehen, die Mitte noch roh ist oder die Arepa in der Pfanne hart wird.
Arepas sind in der kolumbianischen und venezolanischen Küche fest verankert und nehmen viele Formen an: Es gibt sie dünn oder dick, gebacken oder frittiert, mit Käse, Mais oder Ei. Hier konzentrieren wir uns auf eine einfache Arepa, die man aufschneiden und füllen kann. Das Geheimnis liegt weniger darin, genau auf die Zeit zu achten, als vielmehr darin, zu erkennen, wann der Teig die richtige Feuchtigkeit hat und wie er sich beim Backen verhält.
Maismehl spielt eine wichtige Rolle – und zwar eine sehr große
Für die Zubereitung von Arepas benötigst du vorgekochtes Maismehl, entweder weißes oder gelbes. Dies ist nicht dasselbe wie Maisstärke, Polenta oder rohes Maismehl, da sich diese beim Anrühren mit Wasser anders verhalten. Es darf auch nicht mit dem mexikanischen „Masa Harina“ verwechselt werden, das aus nixtamalisiertem Mais hergestellt wird.
Wenn du für jemanden mit Zöliakie kochst, achte darauf, dass die Verpackung als glutenfrei gekennzeichnet ist. Mais enthält von Natur aus kein Gluten, es kann jedoch während der Verarbeitung zu Kreuzkontaminationen kommen.
Die 7 häufigsten Fehler bei der Zubereitung von Arepas
1. Das falsche Mehl kaufen
Es ist schwierig, den Teig zu retten, wenn man mit dem falschen Produkt anfängt. Achte ausdrücklich auf vorgekochtes Maismehl: Weder Maisstärke noch Polenta nehmen Wasser auf die gleiche Weise auf.
2. Die Wassermenge als unveränderliche Größe betrachten
Die Wasseraufnahme variiert leicht von Mehlsorte zu Mehlsorte. Hier sind die Hände hilfreicher als der Milliliter. Die Mengenangaben dienen als Richtwert, aber die Konsistenz des Teigs ist entscheidend. Der Teig sollte feucht, geschmeidig und leicht formbar sein, aber nicht klebrig. Wenn er beim Formen einer Scheibe Risse bekommt, braucht er wahrscheinlich etwas mehr Wasser.
3. Das gesamte Mehl auf einmal hinzufügen
Das ist ein sicherer Weg, um sich mit trockenen Klümpchen herumzuschlagen. Geben Sie das Mehl nach und nach unter Rühren zum gesalzenen Wasser hinzu. Der Teig nimmt die Feuchtigkeit gleichmäßiger auf, und es fällt leichter zu entscheiden, wann Sie aufhören sollten.
4. Den Teig nicht ruhen lassen
Bevor du einen Teig korrigierst, der zu weich erscheint, lass ihn ein paar Minuten ruhen. Während der Ruhezeit nimmt das Mehl das Wasser vollständig auf. Wenn du zu früh mehr Mehl hinzufügst, kann das zu trockenen Arepas führen.
5. Risse ignorieren
Ein kleiner Riss am Rand deutet meist darauf hin, dass dem Teig Feuchtigkeit fehlt. Du kannst ihn mit nassen Händen glattstreichen; wenn alle Arepas beim Formen Risse bekommen, gib den Teig zurück in die Schüssel und füge etwas Wasser hinzu, bevor du weitermachst.
6. Die Hitze erhöhen, um schneller fertig zu werden
Eine gut gebräunte Kruste nützt wenig, wenn die Mitte noch roh ist. Backe die Arepas bei mittlerer Hitze und gib ihnen Zeit, damit die Hitze bis ins Innere vordringen kann. Sind sie besonders dick, kannst du sie zunächst in der Pfanne anbraten und anschließend im Ofen fertig backen.
7. Lass sie vollständig abkühlen, bevor du sie aufschneidest
Es ist einfacher, die Vertiefung für die Füllung zu formen, solange sie noch warm sind. Halte die Arepa mit einem Tuch fest, führe ein kleines Messer an einer Seite ein und öffne sie, ohne bis zum gegenüberliegenden Ende durchzuschneiden. Dieser geschlossene Rand dient als Scharnier und verhindert, dass die Füllung bei jedem Bissen herausfällt.
Was kommt in eine Arepa?
Eine frisch zubereitete Arepa lässt sich mit allem Möglichen füllen, von etwas Schmelzkäse bis hin zu Hähnchen, Rindfleischstreifen oder gegrilltem Gemüse. Zu den bekanntesten venezolanischen Füllungen gehört die „Reina Pepiada“, eine cremige Mischung aus zerkleinertem Hähnchenfleisch, Avocado und Mayonnaise.
Außerdem gibt es den „Perico“, der mit Ei, Tomate und Zwiebel zubereitet wird, „Carne mechada“ oder die als „Dominó“ bekannte Kombination aus schwarzen Bohnen und Käse. In Kolumbien werden viele Arepas zudem nicht aufgeschnitten, um sie zu füllen: Sie werden als Beilage gegessen oder mit Käse, Mais oder Ei zubereitet.
So bewahrt man Arepas auf und wärmt sie wieder auf
Wenn etwas übrig bleibt, lass sie abkühlen, bevor du sie gut verschlossen aufbewahrst. Man kann sie auch einfrieren; lege sie einzeln nebeneinander, damit sie nicht zusammenkleben, und so kannst du nur die herausnehmen, die du brauchst.
Zum Aufwärmen sorgen die Pfanne oder der Backofen besser für die richtige Konsistenz der Oberfläche als die Mikrowelle. Das dauert nicht lange: Es reicht, sie so lange zu erwärmen, bis die Außenseite wieder etwas Festigkeit gewinnt und das Innere wieder zart ist.
Patricia González
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