Ist Ihr Backofen voll mit verkrustetem Fett? Der einfache Trick, um ihn ohne Chemikalien zu reinigen

Donnerstag 19 Februar 2026 11:00 - Adèle Peyches
Ist Ihr Backofen voll mit verkrustetem Fett? Der einfache Trick, um ihn ohne Chemikalien zu reinigen

Wir schieben den Zeitpunkt oft hinaus. Der Ofen beginnt leicht zu rauchen, beim Kochen entsteht ein Geruch nach verbranntem Fett ... und man denkt sich, dass man sich irgendwann darum kümmern muss ...

Das Problem ist, dass Backofenentferner oft sehr aggressiv sind. Starker Geruch, reizende Dämpfe, das Tragen von Handschuhen wird empfohlen... Das ist nicht gerade angenehm.

Die gute Nachricht ist, dass man einen verschmutzten Backofen auch ohne Chemie reinigen kann, mit einfachen Zutaten, die Sie wahrscheinlich schon zu Hause haben.


Warum setzt sich das Fett im Ofen so fest?

Bei jedem Kochvorgang fallen Fett- und Saftspritzer an den Wänden herunter. Durch die wiederholte Hitzeeinwirkung verkohlen diese Rückstände.

Das Ergebnis ist eine harte, klebrige, manchmal fast schwarze Schicht, die sich mit einem einfachen Schwamm nur schwer entfernen lässt.

Je länger man wartet, desto mehr kocht und glüht das Fett. Dieses Phänomen der Verkohlung macht die Reinigung so kompliziert.

Der einfache Trick: Natron + heißes Wasser

Die wirksamste und sicherste Methode beruht auf einer wohlbekannten Zutat: Natron.

Laut der Agence de la transition écologique (ADEME) gehört Natron zu den wirksamen natürlichen Alternativen für die Haushaltspflege, insbesondere aufgrund seiner leicht abrasiven und alkalischen Eigenschaften.

Wie gehen Sie am besten vor?

  1. Mischen Sie Natron mit etwas warmem Wasser, um eine dicke Paste zu erhalten.
  2. Verteilen Sie diese Paste auf den kalten Wänden des Backofens und achten Sie dabei besonders auf die fettigen Stellen.
  3. Lassen Sie die Paste mehrere Stunden, idealerweise über Nacht, einwirken.
  4. Wischen Sie am nächsten Tag mit einem feuchten Schwamm nach.

Das Bikarbonat wirkt, indem es nach und nach verkrustetes Fett löst, ohne das Emaille des Ofens zu beschädigen.

Es ist eine der sichersten Methoden, um ohne das Risiko giftiger Rückstände zu reinigen.

Warum funktioniert es?

Bikarbonat ist eine alkalische Substanz. Nun werden Fette in einem alkalischen Milieu leichter aufgelöst.

Dieses Prinzip ist in der Haushaltschemie gut dokumentiert: Leichte Basen (wie Bikarbonat) helfen, die Bindungen von Fetten aufzubrechen, wodurch sie leichter zu entfernen sind.

Im Gegensatz zu industriellen Abbeizmitteln werden keine reizenden Dämpfe freigesetzt und es bleiben keine aggressiven chemischen Rückstände zurück.

Bei stark verkrustetem Fett: der Dampfeffekt

Wenn Ihr Backofen stark verschmutzt ist, kann ein zusätzlicher Schritt helfen.

Stellen Sie eine Schüssel mit heißem Wasser und weißem Essig in den Ofen und heizen Sie ihn 20 Minuten lang auf 100 °C auf.

Der Dampf weicht das Fett auf. Sobald der Ofen lauwarm ist, tragen Sie die Bikarbonatpaste wie oben erklärt auf.

Weißer Essig ist für seine entkalkenden und fettlösenden Eigenschaften bekannt, insbesondere von Organisationen wie dem Institut National de la Consommation (INC), das seine Verwendung für die alltägliche Haushaltspflege empfiehlt.

Was Sie besser vermeiden sollten

  • Zu abrasive Metallschwämme
  • Produkte, die Natronlauge enthalten
  • Die riskanten chemischen Mischungen.

Einige Backofenreiniger enthalten stark alkalische Substanzen, die die Haut und die Atemwege reizen können.

Reinigen ohne Chemikalien bedeutet auch, die Exposition gegenüber diesen Verbindungen zu begrenzen.

Wie oft sollte man den Ofen reinigen?

Ideal ist es, nicht bis zur extremen Verschmutzung zu warten.

Ein schnelles Abwischen nach einem schmutzigen Kochvorgang verhindert das Verkohlen. Eine gründlichere Reinigung alle zwei bis drei Monate reicht bei normalem Gebrauch in der Regel aus.

Je früher man handelt, desto einfacher ist die Reinigung.

Was ist mit der Pyrolysefunktion?

Die Pyrolyse verbrennt Rückstände bei sehr hohen Temperaturen. Sie ist effizient, aber energieintensiv.

Laut ADEME sind Haushaltsgeräte für einen beträchtlichen Teil des Stromverbrauchs in Haushalten verantwortlich. Die Begrenzung energieintensiver Zyklen kann also durchaus eine Wirkung haben.

Die manuelle Reinigung mit Bikarbonat verbraucht weniger Energie und bleibt eine interessante Alternative.

Ein fettiger Backofen muss nicht sein...

Mit Backpulver, etwas warmem Wasser und eventuell Essig können Sie Ihre Wände wieder sauber bekommen, ohne aggressive Chemikalien zu verwenden.

Diese einfache, kostengünstige und gesündere natürliche Reinigung ist wirksam, wenn Sie sie nur lange genug einwirken lassen.

Manchmal ist die einfachste Lösung auch die nachhaltigste ;)

Adèle PeychesAdèle Peyches
Redaktionsleiterin, die es kaum erwarten kann, im Winter Fondue zu essen! Leidenschaftlich für Gastronomie und immer auf der Suche nach neuen kulinarischen Schätzen, habe ich zunächst Jura studiert, bevor ich zu meiner ersten Liebe zurückkehrte: dem Geschmack guter Produkte und der Freude am gemeinsamen Essen :)

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