Ist Ihr Backofen voll mit verkrustetem Fett? Der einfache Trick, um ihn ohne Chemikalien zu reinigen
Wir schieben es oft vor uns her. Der Backofen beginnt leicht zu rauchen, beim Kochen entsteht der Geruch von verbranntem Fett … und man denkt, dass man sich irgendwann darum kümmern muss …
Das Problem ist, dass Backofenreiniger oft sehr aggressiv sind. Starker Geruch, reizende Dämpfe, das Tragen von Handschuhen wird empfohlen … Nicht gerade angenehm.
Die gute Nachricht: Man kann einen verschmutzten Backofen durchaus ohne chemische Reinigungsmittel säubern – mit einfachen Zutaten, die Sie wahrscheinlich schon zu Hause haben!
Warum setzt sich das Fett im Ofen so fest?
Bei jedem Garvorgang spritzen Fett und Bratensaft auf die Backofenwände. Durch die wiederholte Hitzeeinwirkung verkohlen diese Rückstände.
Das Ergebnis ist eine harte, klebrige, manchmal fast schwarze Schicht, die sich mit einem einfachen Schwamm nur schwer entfernen lässt.
Je länger man wartet, desto öfter wird das Fett erhitzt und wieder erhitzt. Diese Verkohlung macht die Reinigung so schwierig.
Der einfache Trick: Natron + heißes Wasser
Die wirksamste und sicherste Methode beruht auf einer wohlbekannten Zutat: Natron.
Laut der französischen Agentur für den ökologischen Wandel (ADEME) gehört Natron zu den wirksamen natürlichen Alternativen für die Haushaltspflege, insbesondere wegen seiner leicht abrasiven und alkalischen Eigenschaften.
Wie gehen Sie am besten vor?
- Mischen Sie Natron mit etwas warmem Wasser, bis eine dicke Paste entsteht.
- Verteilen Sie die Paste auf den kalten Innenwänden des Backofens und achten Sie dabei besonders auf die fettigen Stellen.
- Lassen Sie sie mehrere Stunden, idealerweise über Nacht, einwirken.
- Wischen Sie am nächsten Tag mit einem feuchten Schwamm nach.
Das Natron löst nach und nach verkrustetes Fett, ohne die Emaille des Backofens zu beschädigen.
Das ist eine der sichersten Methoden, um ohne das Risiko giftiger Rückstände zu reinigen.
Warum funktioniert es?
Natron ist eine alkalische Substanz. Fette lassen sich in einem alkalischen Milieu leichter lösen.
Dieses Prinzip ist in der Haushaltschemie gut dokumentiert: Schwache Basen wie Natron helfen, die Bindungen der Fette aufzubrechen, wodurch sie sich leichter entfernen lassen.
Im Gegensatz zu industriellen Backofenreinigern setzt Natron keine reizenden Dämpfe frei und hinterlässt keine aggressiven chemischen Rückstände.
Bei stark verkrustetem Fett: der Dampfeffekt
Wenn Ihr Backofen stark verschmutzt ist, kann ein zusätzlicher Schritt helfen.
Stellen Sie eine Schüssel mit heißem Wasser und weißem Essig in den Ofen und heizen Sie ihn 20 Minuten lang auf 100 °C auf.
Der Dampf weicht das Fett auf. Sobald der Ofen lauwarm ist, tragen Sie die Bikarbonatpaste wie oben erklärt auf.
Weißer Essig ist für seine entkalkenden und fettlösenden Eigenschaften bekannt, insbesondere von Organisationen wie dem Institut National de la Consommation (INC), das seine Verwendung für die alltägliche Haushaltspflege empfiehlt.
Was Sie besser vermeiden sollten
- Zu abrasive Metallschwämme
- Produkte, die Natronlauge enthalten
- Riskante chemische Mischungen
Einige Backofenreiniger enthalten stark alkalische Substanzen, die Haut und Atemwege reizen können.
Ohne chemische Reinigungsmittel zu putzen, bedeutet auch, die Belastung durch diese Stoffe zu begrenzen.
Wie oft sollte man den Ofen reinigen?
Am besten wartet man nicht, bis der Backofen stark verschmutzt ist.
Ein kurzes Abwischen nach einem besonders schmutzigen Garvorgang verhindert, dass Rückstände verkohlen. Bei normalem Gebrauch reicht eine gründlichere Reinigung alle zwei bis drei Monate in der Regel aus.
Je früher man handelt, desto einfacher ist die Reinigung.
Was ist mit der Pyrolysefunktion?
Die Pyrolyse verbrennt Rückstände bei sehr hohen Temperaturen. Sie ist effizient, aber energieintensiv.
Laut ADEME sind Haushaltsgeräte für einen beträchtlichen Teil des Stromverbrauchs in Haushalten verantwortlich. Die Begrenzung energieintensiver Zyklen kann also durchaus eine Wirkung haben.
Die manuelle Reinigung mit Bikarbonat verbraucht weniger Energie und bleibt eine interessante Alternative.
Ein fettiger Backofen muss nicht sein...
Mit Natron, etwas warmem Wasser und eventuell Essig lassen sich die Innenwände des Backofens wieder sauber bekommen, ohne aggressive chemische Reinigungsmittel zu verwenden.
Diese einfache, kostengünstige und gesündere natürliche Reinigungsmethode ist wirksam, sofern man sie ausreichend lange einwirken lässt.
Manchmal ist die einfachste Lösung auch die nachhaltigste ;)
Adèle Peyches
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