Wer ohne Weizen kocht, verwendet diese glutenfreien Mehle. Entdecken Sie, welche!
Wenn Sie sich glutenfrei ernähren, sei es aus Notwendigkeit oder aus freien Stücken, haben Sie sich wahrscheinlich schon gefragt: Welches Mehl kann ich anstelle von Weizenmehl verwenden?
Die gute Nachricht ist, dass es viele natürliche, nährstoffreiche und vielseitig einsetzbare Alternativen gibt. Die schlechte Nachricht ist, dass sie sich in Rezepten unterschiedlich verhalten. Deshalb ist es wichtig, die Eigenschaften der einzelnen glutenfreien Mehle zu kennen – das ist der erste Schritt, um beim Backen und Kochen die richtigen Ergebnisse zu erzielen.
Was bei der Wahl des Mehls zu beachten ist:
- Art des Rezepts: süß, herzhaft, Brot, Kuchen, Nudeln oder Panade?
- Gewünschte Textur: eher leicht und luftig oder fest und saftig?
- Kombination mit anderen Mehlen: In der Regel ist es ideal, zwei oder drei Mehle zu mischen, um Struktur und Geschmack auszubalancieren.
- Individuelle Verträglichkeit und Nährwert
Die am häufigsten verwendeten glutenfreien Mehle und ihre Eigenschaften:
1. Reismehl
- Geschmack: neutral
- Textur: fein, trocken
- Ideal für: Kuchen, Brot, Pfannkuchen und Panade
- Tipp: Mit Stärke oder Bindemittel kombinieren, um dem Teig Elastizität zu verleihen
2. Süße oder saure Maniokstärke (Polvilho)
- Geschmack: Die saure Variante hat eine leicht säuerliche Note
- Textur: elastisch (ideal für Käsebrot und leichte Teige)
- Ideal für: Brot, Kekse und typische brasilianische Rezepte
- Tipp: Verleiht in Kombination mit trockenen Mehlen Leichtigkeit und Elastizität
3. Mandelmehl
- Geschmack: leicht süßlich
- Textur: feucht und weich
- Ideal für: Kuchen, Muffins, Torten und Brownies
- Tipp: Reich an gesunden Fetten und häufig in Low-Carb-Rezepten verwendet
4. Kartoffelstärke
- Geschmack: neutral
- Textur: leicht und lockernd
- Ideal für: Brot- und Kuchenmischungen, um sie aufzulockern
- Tipp: Eignet sich hervorragend, um Teige lockerer zu machen
5. Kichererbsenmehl
- Geschmack: kräftig und erdig
- Textur: kompakt
- Ideal für: herzhafte Pasteten, Pfannkuchen und vegane Kibbeh
- Tipp: In süßen Rezepten sparsam verwenden
6. Hafermehl (zertifiziert glutenfrei)
- Geschmack: mild
- Textur: eignet sich gut zum Binden
- Ideal für: Kuchen, Pfannkuchen, Kekse und sogar Brei
- Tipp: Achten Sie auf die Kennzeichnung „glutenfrei“, da es zu Kreuzkontaminationen kommen kann
7. Glutenfreie Mehlmischung (industriell hergestellt)
- Geschmack/Textur: ausgewogen und dafür entwickelt, Weizenmehl im Verhältnis 1:1 zu ersetzen
- Ideal für: alle, die es praktisch mögen
- Tipp: Prüfen Sie die Zutaten! Die besten Mischungen sind frei von Zusatzstoffen und basieren auf natürlichen Mehlen
Ideale Kombinationen (als Ersatz für 1 Tasse Weizenmehl)
Eine Grundmischung für zu Hause könnte so aussehen:
- 1/2 Tasse Reismehl
- 1/4 Tasse Kartoffelstärke
- 1/4 Tasse süße Maniokstärke (polvilho doce)
- 1 Teelöffel Xanthan oder Psyllium (optional, zum Binden)
Treffen Sie eine strategische Entscheidung
Es gibt nicht das eine beste glutenfreie Mehl: Entscheidend ist, die Eigenschaften der einzelnen Mehle zu kennen und sie je nach Rezept miteinander zu kombinieren. Mit der Zeit werden Sie merken, welche Mischungen sich am besten für fluffige Kuchen, weiche Brote oder knusprige Teige eignen – und das Ergebnis wird deutlich schmackhafter und nährstoffreicher sein.
Andere Artikel, die Sie interessieren könnten
Mirella Mendonça

Kommentare