Kann ich meine Süßkartoffel essen, wenn sie gekeimt ist?

Samstag 3 Januar 2026 08:30 - Adèle Peyches
Kann ich meine Süßkartoffel essen, wenn sie gekeimt ist?

Wir alle kennen diesen Moment: Man nimmt eine Süßkartoffel aus dem Gemüsekorb und dann … Überraschung! Sie hat gekeimt.

Ein kleiner grüner Spross, manchmal ein Ansatz eines Stängels, manchmal mehrere. Soll man sie wegwerfen? Ist sie gefährlich? Kann man sie trotzdem zubereiten? Die gute Nachricht ist, dass für Süßkartoffeln nicht dieselben Einschränkungen gelten wie für gewöhnliche Kartoffeln. Und in vielen Fällen ist sie noch völlig unbedenklich zu essen.


Gekeimte Süßkartoffeln: Risiko oder kein Risiko?

Im Gegensatz zur Kartoffel bildet die Süßkartoffel kein Solanin, jene Substanz, die beim Keimen oder Grünwerden giftig werden kann.

Das bedeutet: Eine gekeimte Süßkartoffel ist in der Regel unbedenklich, solange sie fest und farbig bleibt und keinen verdächtigen Geruch entwickelt hat.

Das Keimen ist kein Zeichen für Giftigkeit. Es bedeutet lediglich, dass die Süßkartoffel wie eine Pflanze zu wachsen beginnt.

Allerdings kann sich die Textur oder der Geschmack leicht verändern, wenn die Süßkartoffel weich zu werden beginnt.

Wann sollte man sie wegwerfen?

Eine gekeimte Süßkartoffel kann gegessen werden, wenn sie noch fest ist.

In folgenden Fällen sollte man sie hingegen meiden:

  • sie ist weich oder welk;
  • sie weist tiefe schwarze Flecken auf;
  • sie riecht unangenehm;
  • sie ist stark runzelig, was darauf hindeutet, dass sie Wasser und damit an Qualität verloren hat.

Wenn die Keimung mit deutlichen Anzeichen von Fäulnis einhergeht, wirft man sie besser weg.

Sollen die Keime entfernt werden?

Ja, die Keime werden vor dem Kochen entfernt.

Sie sind zwar nicht gefährlich, aber faserig und nicht besonders angenehm zu essen.

Man schneidet einfach den gekeimten Teil ab – mehr ist nicht nötig.

Und was ist mit dem Geschmack?

Gute Nachrichten: Eine leicht gekeimte Süßkartoffel behält ihren süßen Geschmack und ihre Textur, solange sie noch frisch ist.

Der einzige Unterschied ist, dass sie an der Oberfläche etwas trockener sein kann.

In diesem Fall eignen sich folgende Zubereitungsarten besonders gut:

  • Suppe (sie lässt sich auch dann sehr gut pürieren, wenn sie schon etwas älter ist),
  • Püree,
  • Dampfgaren,
  • Garen im Ofen (mit einem Schuss Öl wird sie wieder zart).

Vermeiden Sie lediglich Zubereitungsarten, bei denen die Süßkartoffel sehr fest bleiben muss, etwa bestimmte knusprige Pfannengerichte.

Warum keimt sie so schnell?

Die Süßkartoffel liebt Wärme und Feuchtigkeit: Sie ist eine echte Tropenpflanze.

Wenn Sie sie an einem der folgenden Orte lagern:

  • in einer sehr warmen Küche,
  • in einem Korb neben einem sonnigen Fenster,
  • an einem zu feuchten Ort …

… wird sie ganz natürlich zu keimen beginnen.

Am besten bewahren Sie sie an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort auf (ein Schrank oder ein nicht zu kalter Keller eignet sich hervorragend).

Kann man sie pflanzen, wenn sie gekeimt hat?

Ja, und das ist sogar ganz einfach!

Wenn Sie die gekeimte Süßkartoffel in Wasser oder Erde weiterwachsen lassen, kann daraus eine Zierpflanze oder eine richtige Gemüsepflanze werden.

Das ist zwar nicht unbedingt nötig, aber eine nette Möglichkeit, nichts wegzuwerfen.

Kurz gesagt: Eine gekeimte Süßkartoffel ist nicht gefährlich

Man kann sie essen, solange sie fest ist, nicht unangenehm riecht und keine Fäulnisspuren aufweist. Man entfernt einfach die Keime und bereitet sie wie gewohnt zu ;)

Adèle PeychesAdèle Peyches
Redaktionsleiterin, die es kaum erwarten kann, im Winter Fondue zu essen! Leidenschaftlich für Gastronomie und immer auf der Suche nach neuen kulinarischen Schätzen, habe ich zunächst Jura studiert, bevor ich zu meiner ersten Liebe zurückkehrte: dem Geschmack guter Produkte und der Freude am gemeinsamen Essen :)

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