Olivenöl: Diese Details auf dem Etikett können alles verändern
Olivenöl gehört zu den unverzichtbaren Zutaten in der Küche. Man verwendet es, um einen Salat zu würzen, Gemüse zu kochen, Fisch zu beträufeln oder einfach zu einem Stück Brot zu servieren. Angesichts der Dutzenden von Flaschen, die in den Regalen aufgereiht sind, ist es jedoch nicht immer leicht, sich zurechtzufinden...
Zwischen den Bezeichnungen "nativ", "extra nativ", der Herkunft oder den Labels wählen viele Verbraucher ihr Olivenöl schließlich etwas zufällig aus. Dabei kann man ein hochwertiges Öl bereits anhand einiger einfacher Kriterien erkennen.
Hier sind die wichtigsten Punkte, die Sie kennen sollten, um Ihr Olivenöl richtig auszuwählen und seine Aromen voll zu genießen ;)
Die Bezeichnung "extra virgin": ein wesentliches Kriterium
Dies ist wahrscheinlich das erste, was Sie auf dem Etikett überprüfen sollten.
Ein natives Olivenöl extra wird ausschließlich durch mechanische Verfahren gewonnen, d. h. durch Pressen oder Zentrifugieren der Oliven. Es wird keine chemische Behandlung zur Extraktion verwendet. Außerdem muss es bestimmte Qualitätskriterien erfüllen.
Beispielsweise muss sein Säuregehalt unter 0,8 % liegen, was ein stabileres und im Allgemeinen aromatischeres Öl garantiert. Diese Angabe wird von der Europäischen Union geregelt und ist einer der wichtigsten Qualitätsindikatoren.
Umgekehrt kann eine Flasche, die lediglich mit "Olivenöl" etikettiert ist, eine Mischung aus raffinierten und nativen Ölen sein. Diese Öle sind oft geschmacksneutraler und haben einen geringeren Nährwert.
Wenn Sie ein geschmacksreiches Öl wünschen, das auf natürlichere Weise gewonnen wird, ist natives Olivenöl extra immer noch die beste Wahl.
Die Herkunft der Oliven: ein interessanter Hinweis
Die Herkunft der Oliven spielt eine wichtige Rolle für die Qualität und die Aromen des Öls.
Auf manchen Flaschen steht einfach "EU-Herkunft" oder "Mischung von Olivenölen aus der Europäischen Union". Das bedeutet, dass die Oliven aus vielen verschiedenen Ländern stammen können.
Andere Öle geben eine genauere Herkunft an: z. B. Spanien, Italien, Griechenland, Portugal oder Frankreich. Diese Angaben helfen oft, sich ein besseres Bild von dem Produkt zu machen.
Manche Öle haben auch Siegel wie AOP (Appellation d'Origine Protégée) oder AOC (Appellation d'Origine Contrôlée). Diese Bezeichnungen garantieren, dass die Oliven in einem bestimmten geografischen Gebiet nach lokalem Know-how angebaut und verarbeitet wurden.
Das bedeutet nicht, dass ein Öl ohne Siegel zwangsläufig schlecht ist, aber eine klare Herkunftsangabe ist oft ein gutes Zeichen für Transparenz.
Das Erntedatum: ein nützliches Detail
Im Gegensatz zu dem, was manchmal angenommen wird, ist Olivenöl kein Produkt, das mit der Zeit immer besser wird. Im Gegenteil: Es schmeckt am besten, wenn es relativ frisch ist.
Auf manchen Flaschen ist das Datum der Olivenernte angegeben. Diese Information ist sehr interessant, denn sie gibt Aufschluss darüber, wann die Oliven gepresst wurden.
Ein Öl, das in den Monaten nach der Ernte getrunken wird, hat in der Regel intensivere und komplexere Aromen.
Im Allgemeinen ist ein Olivenöl zwischen 18 und 24 Monaten haltbar, aber seine geschmacklichen Qualitäten nehmen mit der Zeit allmählich ab.
Die Farbe sagt nicht alles
Viele Menschen denken, dass ein sehr grünes Olivenöl zwangsläufig von besserer Qualität ist. In Wirklichkeit hängt die Farbe vor allem von der Olivensorte und dem Zeitpunkt der Ernte ab.
Ein Öl kann goldgelb, blassgrün oder intensiv grün sein und trotzdem hervorragend schmecken. Aus diesem Grund werden professionelle Olivenölverkostungen in lichtundurchlässigen Gläsern durchgeführt. So kann man sich nur auf die Aromen und das Mundgefühl konzentrieren, ohne von der Farbe beeinflusst zu werden.
Es ist also besser, sich auf den Geruch und den Geschmack zu verlassen als auf das Aussehen.
Geschmack: fruchtig, manchmal bitter oder scharf
Ein gutes Olivenöl hat in der Regel einen fruchtigen Geschmack, manchmal mit einer leichten Bitterkeit oder einer leichten Schärfe im Abgang.
Diese Empfindungen hängen mit dem Vorhandensein von Polyphenolen zusammen, natürlichen Verbindungen mit antioxidativen Eigenschaften. Je höher der Polyphenolgehalt eines Öls ist, desto mehr Bitterkeit oder Schärfe kann es aufweisen.
Diese Aromen können anfangs überraschend sein, werden aber oft als Qualitätsmerkmal angesehen.
Umgekehrt kann ein völlig neutrales Öl auf ein raffiniertes oder älteres Öl hindeuten.
Der Behälter: ein wichtiges Detail
Olivenöl ist empfindlich gegenüber Licht, Luft und Hitze. Diese Elemente können seine Aromen beeinträchtigen und seine Oxidation beschleunigen.
Aus diesem Grund werden die besten Öle in der Regel in :
- dunklen Glasflaschen
- Kanistern aus Metall.
Diese Behälter schützen das Öl besser vor Licht.
Durchsichtige Flaschen sind weniger ideal, da sie Licht durchlassen, das die Qualität des Produkts schneller beeinträchtigen kann.
Wie lagert man Olivenöl richtig?
Sobald die Flasche geöffnet ist, kann man mit ein paar einfachen Handgriffen seine Aromen bewahren.
Es ist ratsam, Olivenöl aufzubewahren :
- an einem lichtgeschützten Ort
- an einem kühlen Ort
- nach jedem Gebrauch gut verschlossen werden.
Die ideale Temperatur liegt in der Regel zwischen 15 und 18 °C. Es ist besser, es nicht in unmittelbarer Nähe des Herdes oder des Backofens aufzubewahren, wo die Hitze seine Qualitäten beeinträchtigen kann.
Die richtige Wahl des Olivenöls ist letztlich gar nicht so kompliziert
Wenn man sich die Zeit nimmt, auf einige Informationen auf dem Etikett zu achten - die Bezeichnung extra nativ, die Herkunft der Oliven, das Erntedatum oder auch die Art der Flasche - kann man bereits ein qualitativ hochwertigeres Öl erkennen.
Olivenöl besitzt einen großen Reichtum an Aromen. Je nach Olivensorte, Klima oder Herstellungsmethode kann es sehr unterschiedlich schmecken.
Das Testen verschiedener Öle ist eine gute Möglichkeit, diese Nuancen zu entdecken und herauszufinden, welches Öl am besten zu Ihren täglichen Gerichten passt.
Adèle Peyches
Kommentare