Koreanische Küche und Wein: 5 einfache Kombinationen, die Sie ausprobieren sollten, um jedes Gericht zu Hause sofort zu verfeinern
Die koreanische Küche ist eine der spannendsten Küchen, wenn es um die Kombination mit Wein geht. Sie ist nicht nur scharf: Es gibt süß-saure Noten, würzige Marinaden, Sojasauce, Sesam, Ingwer, Knoblauch, knackiges Gemüse und jene geschmackliche Tiefe, die oft als Umami bezeichnet wird, also einen herzhaften, vollmundigen Geschmack.
Gerade deshalb kann die Weinauswahl kompliziert erscheinen. Tatsächlich genügt es, ein paar Regeln zu beachten: auf Frische, klare Aromen, weiche Tannine und einen nicht allzu hohen Alkoholgehalt zu achten. Hier sind fünf koreanische Rezepte von Petitchef und der passende Wein dazu.
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Wie wählt man den passenden Wein zur koreanischen Küche aus?
Zu koreanischen Gerichten sollte der Wein harmonieren, ohne den Geschmack zu überdecken. Gochujang, die berühmte fermentierte Chilipaste, sorgt für Süße, Schärfe und Würze; Sojasauce verleiht Intensität; Sesam sorgt für eine leicht geröstete Note. Deshalb eignen sich Weine mit guter Säure, also mit Frische am Gaumen, und mit aromatischen, aber nicht schwerfälligen Düften besonders gut.
Bevor du dich für eine Flasche entscheidest, solltest du diese praktischen Kriterien beachten:
- Frische: Sie hilft, den Gaumen von Frittiertem, Soßen und Marinaden zu reinigen.
- Wenig Tannin: Bei Rotweinen vermeidet man so den trockenen und bitteren Geschmack in Kombination mit Gewürzen und Sojasauce.
- Leichte Weichheit: nützlich, wenn das Gericht scharf oder süß-sauer ist.
- Schaumweine: hervorragend zu Frittiertem, Eierspeisen, reichhaltigen Gerichten und intensiven Aromen.
- Mäßiger Alkoholgehalt: Zu viel Alkohol verstärkt das Schärfeempfinden.
- Kühl servieren: Weißweine, Roséweine, Sekt und leichte Rotweine schmecken besser, wenn sie nicht warm sind.
Dakgangjeong, koreanisches Brathähnchen: Dazu passt ein frischer, spritziger Wein
Die naheliegendste Kombination ist ein halbtrockener Riesling, vor allem wenn die Soße schön scharf ist: Der leichte Restzucker mildert die Schärfe der Chilischoten ab, und die Säure sorgt für einen klaren Abgang. Sehr gut passt auch ein Prosecco Extra Dry oder ein Crémant d’Alsace, wenn du Schaumwein bevorzugst. Wer bei einem stillen italienischen Wein bleiben möchte, für den eignet sich ein trockener Gewürztraminer mit nicht allzu hohem Alkoholgehalt gut, der Gewürze, Knoblauch und süß-saure Noten gut aushält.
Mayak Gyeran, koreanische marinierte Eier: Passt das besser zu Schaumweinen oder zu würzigen Weißweinen?
Eine hervorragende Kombination ist ein Franciacorta Brut oder ein spanischer Cava Brut: Die Perlage mildert die Fettigkeit des Eis, und die Frische gleicht die Sojasauce aus. Wenn du einen stillen Weißwein bevorzugst, wähle einen Verdicchio dei Castelli di Jesi oder einen Albariño: Beide haben eine angenehme salzige Note, ideal zu Marinaden und Gerichten mit intensivem Geschmack.
Shiitake-Pilze mit Gochujang-Soße: helle rote und aromatische weiße Pilze
Bei den Rotweinen empfiehlt sich ein junger Pinot Noir aus Italien oder Frankreich, leicht gekühlt serviert. Er hat zarte Tannine und Aromen von Beeren, die den Geschmack der Pilze nicht überdecken. Alternativ ist ein Gamay aus dem Beaujolais eine internationale Wahl, die leicht und angenehm ist. Wenn du einen Weißwein bevorzugst, entscheide dich für einen Sauvignon Blanc, der nicht zu pflanzlich schmeckt, oder für einen trockenen Riesling: Beide verleihen einem würzigen und aromatischen Gericht zusätzliche Lebendigkeit.
Bibimbap: ein reichhaltiges Gericht, das zu vielseitigen Weinen passt
Die sicherste Wahl ist ein charaktervoller Rosé, etwa ein junger Cerasuolo d’Abruzzo, ein Rosé aus der Provence oder ein frischer spanischer Rosado. Er hat genug Charakter, um mit dem Gemüse, der Sauce und dem Ei, falls vorhanden, mitzuhalten, bleibt dabei aber angenehm leicht. Wenn du einen Weißwein bevorzugst, sind ein trockener Chenin Blanc oder ein Grüner Veltliner hervorragende Alternativen: Sie zeichnen sich durch Frische, dezente Aromen und genügend Körper aus, um das Gericht von Anfang bis Ende zu begleiten.
Lachs nach koreanischer Art mit Gochujang: zwischen vollmundigen Weißweinen und zarten Rotweinen
Ein nicht allzu stark im Fass gereifter Chardonnay, vielleicht aus dem Burgund oder aus kühlen Anbaugebieten, passt gut, da er Körper hat, ohne aufdringlich zu wirken. Hervorragend eignet sich auch ein Soave Classico mit guter Struktur, der für Ausgewogenheit und Frische sorgt. Wenn du einen Rotwein bevorzugst, setze auf einen leichten Pinot Noir oder eine kühl servierte Südtiroler Schiava: Beide begleiten den fettreichen Fisch, ohne die Schärfe zu betonen.
Scharf, Soja und Sesam: Fehler, die man bei der Kombination vermeiden sollte
Der zweite Fehler besteht darin, sehr tanninreiche Rotweine, wie beispielsweise einige lang gereifte Weine, auf den Tisch zu bringen. Die Tannine, also der Teil des Weins, der den Mund austrocknet, können mit Sojasauce, Gewürzen und Marinaden kollidieren. Dritter Fehler: Alles bei derselben Temperatur servieren. Ein leichter Rotwein passt zu koreanischer Küche bei 12–14 °C viel besser als bei Zimmertemperatur, vor allem wenn das Gericht scharf gewürzt ist.
Ein koreanisches Menü mit Wein: Wie lässt sich das zu Hause umsetzen?
Wenn du ein komplettes koreanisches Abendessen zubereiten möchtest, kannst du entweder eine einzige, sehr vielseitige Flasche wählen oder verschiedene kleine Kombinationen zusammenstellen.
Für ein ungezwungenes Essen passen ein frischer Rosé oder ein Brut-Schaumwein problemlos zu mehreren Gerichten. Wenn du hingegen verschiedene Weine servieren möchtest, beginne mit Schaumwein zu den marinierten Eiern, wechsle dann zu einem aromatischen Weißwein oder einem Riesling zum frittierten Hähnchen und wähle schließlich einen Rosé oder einen leichten Rotwein zu Bibimbap, Shiitake-Pilzen und Lachs.
Das eigentliche Ziel ist nicht, die „perfekte“ Kombination zu finden, sondern das Essen ausgewogener zu gestalten: Ein gut ausgewählter Wein soll den Gaumen erfrischen, die Gewürze zur Geltung kommen lassen und die Reichhaltigkeit der koreanischen Küche unterstreichen. Mit leichten, frischen Weinen, die bei der richtigen Temperatur serviert werden, kann auch jemand ohne besondere Weinkenntnisse überraschende und sehr angenehme Kombinationen zusammenstellen.
Daniele Mainieri




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