Hier erfahren Sie, warum diese selbstgemachte Bolognesesauce die Nudeln tausendmal besser macht
Die Bolognesesauce gehört zu den Grundlagen, die man auswendig zu kennen glaubt. Doch zwischen den schnellen Versionen für den Alltag und dem echten Ragù, das lange vor sich hin köchelt, liegen Welten. Dieses Rezept für hausgemachte Bolognesesauce gehört eindeutig in die zweite Kategorie. Es erfordert Zeit, aber nur wenig Technik, und das Ergebnis hat nichts mit einer schnell zubereiteten Soße zu tun.
Hier geht man von etwas Einfachem und Logischem aus: fein geschnittenes Gemüse, gut angebratenes Fleisch, ein wenig Wein, Tomaten und vor allem langsames Garen. Dieser letzte Schritt macht den Unterschied.
Warum diese Soße anders ist als eine "klassische" Bolognese
Das Geheimnis einer guten Bolognesesauce ist nicht die Liste der Zutaten, sondern die Art und Weise, wie sie verarbeitet werden. Das Gemüse - Zwiebel, Karotte und Sellerie - wird sehr fein geschnitten. Das geschieht nicht, um hübsch auszusehen, sondern damit sie beim Kochen vollständig schmelzen und sich mit der Soße vermischen, ohne Stücke zu hinterlassen.
Das Fleisch wird dann hinzugefügt und gut zerkrümelt. Es sollte nicht zu schnell oder zu stark gekocht werden. Es soll nicht gegrillt werden, sondern seinen Saft abgeben und sich mit dem Gemüse vollsaugen.
Als Nächstes kommt der Rotwein. Er dient dazu, die Säfte zu lösen und der Soße Tiefe zu verleihen. Es muss kein großer Wein sein, aber vermeiden Sie etwas zu Starkes, das sich in den Vordergrund drängt.
Langsames Kochen, die Schlüsselphase des Ragùs
Nachdem die Tomaten hinzugefügt wurden, muss die Soße lange auf kleiner Flamme köcheln. Etwa drei Stunden lang. Das klingt nach viel, aber in Wirklichkeit macht sich die Soße fast von selbst. Sie müssen nur ab und zu umrühren und etwas Wasser hinzufügen, wenn sie zu dickflüssig wird.
Während dieses langsamen Kochens wird die Soße erst richtig gut. Die Aromen konzentrieren sich, das Fleisch wird zartschmelzend und die Säure der Tomate verschwindet allmählich.
In diesem Stadium ist die Konsistenz Geschmackssache. Manche bevorzugen eine recht dicke, fast trockene Soße. Andere mögen sie etwas weicher. Passen Sie einfach mit etwas Wasser und der Kochzeit an.
Der kleine, aber entscheidende Unterschied: Milch
Am Ende der Kochzeit wird ein wenig Milch hinzugefügt. Dieses Detail mag überraschen, ist aber bei der echten italienischen Bolognese sehr üblich. Die Milch macht die Soße weicher, rundet die Aromen ab und nimmt den Tomaten die zu säuerliche Seite.
Es ist nicht zwingend erforderlich, aber eindeutig ein Pluspunkt, vor allem, wenn die Sauce lange geköchelt hat.
Eine Sauce, die als Beilage gemacht ist - aber nicht nur das
Diese Bolognesesauce funktioniert natürlich auch sehr gut mit Nudeln. Entgegen der Gewohnheit passt sie am besten zu breiten oder ausgehöhlten Nudeln wie Tagliatelle oder Rigatoni, die die Soße gut an sich binden.
Sie eignet sich auch hervorragend für Lasagne, Gratins oder sogar zum Garnieren von gefülltem Gemüse. Und da sie sehr gut gefriergeeignet ist, ist sie typischerweise die Art von Rezept, die man in großen Mengen zubereitet.
Ein ideales Rezept, um es im Voraus zuzubereiten
Die Sauce schmeckt am nächsten Tag noch besser. Eine Nacht im Kühlschrank sorgt dafür, dass sich die Aromen setzen und ausgleichen können. Sie lässt sich leicht drei bis vier Tage im Kühlschrank und bis zu drei Monate im Gefrierschrank in kleinen Portionen aufbewahren.
Das ist praktisch für Abende, an denen man keine Lust zum Kochen hat, aber trotzdem etwas Leckeres essen möchte.
Kann es angepasst werden?
Ja, das ist kein Problem. Man kann für eine reichhaltigere Version etwas Pancetta hinzufügen, eine Mischung aus Rind- und Schweinefleisch verwenden oder den Rosmarin durch ein anderes Kraut ersetzen. Die Grundlage bleibt jedoch dieselbe: feines Gemüse, Fleisch, lange Garzeit.
Es ist besser, sie nicht zu kompliziert zu machen, denn gerade in ihrer Einfachheit liegt ihre Stärke.
Entdecken Sie unser Rezept, indem Sie gleich hier klicken :
Adèle Peyches
Kommentare