Stille Dehydrierung: Warum es so schwer ist, in der Kälte Wasser zu trinken, und wie man es mühelos umdrehen kann

Mittwoch 21 Januar 2026 11:30 - Mirella Mendonça
Stille Dehydrierung: Warum es so schwer ist, in der Kälte Wasser zu trinken, und wie man es mühelos umdrehen kann

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie leicht man an kalten Tagen vergisst, Wasser zu trinken?

Es genügt, dass die Temperatur sinkt, um die Flasche beiseite zu legen, der Durst verschwindet und der Körper "vergisst" einfach, nach Wasser zu fragen. Das Problem ist jedoch, dass der Körper im Winter nicht weniger Wasser braucht - er sendet nur schwächere Signale aus. Und das kann sehr reale Folgen haben, auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind.

In diesem Artikel erfahren Sie, warum das so ist, und lernen einfache und wirksame Möglichkeiten kennen, wie Sie Ihren Flüssigkeitshaushalt aufrechterhalten können, auch wenn es schwerfällt, den ersten Schluck zu trinken.


Warum haben wir bei kaltem Wetter weniger Durst?

An kalten Tagen nimmt das Durstempfinden aus zwei Gründen ab:

  1. Periphere Vasokonstriktion: Der Körper verengt die Blutgefäße, um die Wärme zu erhalten. Dadurch erhöht sich das Blutvolumen in der Körpermitte, was vom Gehirn als "ausreichende Flüssigkeitszufuhr" interpretiert wird.
  2. Weniger sichtbares Schwitzen: Wenn wir weniger schwitzen, denken wir, dass wir weniger Flüssigkeit verlieren - aber wir vergessen dabei, dass wir trockener atmen, Heizungen benutzen und Wasser über den Urin verlieren.

Mit anderen Worten: Der Durst verschwindet nicht, weil der Körper hydratisiert ist. Er verschwindet, weil der Körper uns betrügt.

Was sind die Anzeichen für Dehydrierung bei kaltem Wetter?

Anders als im Sommer, wo Durst und Schwitzen uns ständig alarmieren, kann die Dehydrierung in der Kälte unbemerkt bleiben. Achten Sie auf die folgenden Symptome:

  • Trockene, rissige Haut
  • Aufgeschnittene Lippen
  • Müdigkeit ohne jeden Grund
  • Leichte und häufige Kopfschmerzen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Dunkler oder stark riechender Urin

Diese Anzeichen deuten darauf hin, dass der Körper dringend Wasser braucht, auch wenn man "keinen Durst" hat.

Wie man bei kaltem Wetter mehr Wasser trinkt (ohne es zu erzwingen)

Die gute Nachricht ist, dass Sie sich nicht dazu zwingen müssen, Gläser und Gläser reinen Wassers zu trinken, wenn Ihnen das schwerfällt. Hier sind einige einfache und wirksame Strategien:

1. Greifen Sie zu warmen, wasserhaltigen Getränken: Tees (ohne Koffein) sind großartige Verbündete. Kamille, Fenchel, Minze oder Ingwer wärmen, spenden Feuchtigkeit und bringen zusätzliche Vorteile.

2. Nehmen Sie Suppen, Brühen und flüssige Zubereitungen zu sich: Eine Gemüsesuppe oder Kürbisbrühe zählt als Wasseraufnahme und nährt zusätzlich. Ideal zum Abendessen.

3. Investieren Sie in wasserreiche Lebensmittel: Früchte wie Orangen, Birnen, Äpfel und Trauben spenden auf natürliche Weise Wasser. Nehmen Sie sie als Snacks zwischen den Mahlzeiten zu sich.

4. Verwenden Sie aromatisiertes Wasser, um die Gewohnheit angenehmer zu machen: Fügen Sie dem Wasser Orangen-, Zitronen-, Gurkenscheiben oder Minzblätter hinzu. Das regt zum Trinken an, auch wenn Sie nicht durstig sind.

5. Legen Sie sich eine visuelle Routine zu: Halten Sie Ihre Flasche in der Nähe und sichtbar, egal bei welcher Temperatur. Visuelle Erinnerungen funktionieren besser, als sich auf den Durst zu verlassen.

Wassertrinken bei kaltem Wetter ist eine Gewohnheit, kein Instinkt

Im Sommer verlangt der Körper danach. Im Winter müssen Sie daran denken. Wenn Sie es sich zur Gewohnheit machen, Flüssigkeit zu trinken, auch in kleineren, über den Tag verteilten Dosen, beugen Sie den Folgen wie Müdigkeit, nachlassender Immunität und sogar Verdauungsproblemen vor.

Sie müssen das Wassertrinken nicht zu einer Last machen. Passen Sie Ihre Routine einfach intelligent und sensibel dem an, was Ihr Körper wirklich braucht - und nicht nur dem, was er "fühlt".

Die Flüssigkeitszufuhr bei kaltem Wetter zu vernachlässigen, ist ein häufiger und gefährlicher Fehler. Die stille Dehydrierung zehrt den Körper nach und nach aus, aber auf eine echte Art und Weise. Die gute Nachricht ist, dass kleine Veränderungen einen großen Unterschied machen. Tees, Suppen, Obst und das Achten auf die Signale Ihres Körpers sind alles, was Sie brauchen, um das Blatt zu wenden. Und das Beste daran: Es geht mühelos.

Mirella MendonçaMirella Mendonça
Ich bin Redaktionsverantwortliche bei Petitchef (Portugal und Brasilien) und eine große Liebhaberin von Reisen und weltweiter Gastronomie, stets auf der Suche nach neuen Geschmacksrichtungen und Erlebnissen. Trotzdem, so sehr ich die Köstlichkeiten verschiedener Kulturen erkunde, wird die Küche meiner Mutter immer meine Lieblingsküche bleiben – mit diesem einzigartigen Geschmack, den nur sie zaubern kann.

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