Sollte man zu Proteinriegeln greifen? Was sie wirklich leisten (und was sie verbergen)
Ob in der Sportabteilung des Supermarkts oder im Fitnessstudio – Proteinriegel sind überall. Sie werden als Verbündete für einen hektischen Alltag oder fürs Training angepriesen und versprechen Energie und Muskeln in wenigen Bissen.
Aber halten diese kleinen Riegel wirklich, was sie versprechen? Ist es eine gute Idee, einen Riegel für die 10-Uhr-Pause oder nach dem Sport in die Tasche zu stecken? Wir machen den Check! :)
Warum sind Proteinriegel so beliebt?
Was wir an Proteinriegeln lieben, ist ihre praktische Seite. Sie lassen sich überallhin mitnehmen und mit wenigen Bissen verzehren, ohne dass man erst das ganze Besteck herausholen muss. Außerdem sollen sie durch ihren Proteingehalt sättigen. Das Protein stammt oft aus Milch (z. B. Whey) oder aus pflanzlichen Quellen wie Erbsen, Soja oder Reis.
Versprochen werden uns schnelle Energie, Unterstützung der Muskelerholung nach dem Training und manchmal sogar appetitzügelnde Eigenschaften. Das ist sowohl für Sportler als auch für eilige Genießer attraktiv.
Was ist wirklich in den Riegeln?
Nicht alle Proteinriegel sind gleich, auch wenn sie wie ein cleverer Snack aussehen. Natürlich enthalten sie Proteine, aber sie sind oft mit einer großen Portion Zucker oder Süßstoffen, Fett (manchmal von mittlerer Qualität) und Zusatzstoffen für die Textur und die Haltbarkeit versehen.
Manche Riegel können bis zu 20 g Zucker enthalten - das ist fast so viel wie ein gutes Dessert! Bei den Ballaststoffen kommt es sehr auf die Marke an: Manche enthalten kaum Ballaststoffe.
Der Trick ist, einen Blick auf die Zutatenliste zu werfen, bevor man sich verführen lässt. Je weniger drin steht, desto besser. Und am besten sind Riegel mit hochwertigen Proteinen und wenig Zuckerzusatz.
Wann ist es eine gute Idee, sie zu konsumieren?
Man muss sagen, dass Proteinriegel in bestimmten Fällen durchaus nützlich sind.
Nach dem Training zum Beispiel können sie helfen, die Energiereserven wieder aufzufüllen und die Muskelregeneration zu unterstützen, vor allem, wenn man nicht sofort eine richtige Mahlzeit zu sich nehmen kann.
Sie können auch als Zwischenmahlzeit auf einer Wanderung oder einer langen Fahrt aushelfen, wenn man keine andere Möglichkeit hat. Man sollte aber auch nicht in die Falle tappen, sie im Alltag anstelle einer ausgewogenen Zwischenmahlzeit zu verzehren.
Wann sollte man sie meiden?
Außerhalb von Situationen rund um den Sport oder wenn man viel unterwegs ist, sind Proteinriegel in einer ausgewogenen Ernährung nicht besonders sinnvoll. Wenn Sie Ihren Tag einfach nur „aufpeppen“ wollen, sollten Sie lieber auf möglichst unverarbeitete Lebensmittel setzen, etwa auf eine Handvoll Trockenfrüchte, einen Naturjoghurt oder eine Scheibe Vollkornbrot mit etwas Frischkäse.
Achten Sie auch darauf, nicht zu glauben, dass Proteinriegel wahre Wundermittel sind: Nur weil ein Riegel Eiweiß enthält, ist er nicht automatisch gesund. Ein übermäßiger Verzehr von Eiweiß bringt keine Vorteile, wenn Ihr Bedarf durch die Ernährung bereits gedeckt ist.
Zusammengefasst:
Proteinriegel können durchaus aushelfen. Nach dem Sport oder für unterwegs sind sie praktisch und können die Muskelregeneration unterstützen. Sie sind jedoch kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung!
Wichtig ist, dass Sie sie bewusst zu sich nehmen: als gelegentliche Unterstützung, nicht als tägliche Gewohnheit. Und denken Sie immer daran, dass der beste Treibstoff ein bunter Teller mit einfachen und vollwertigen Lebensmitteln ist :)
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Quellen:
Santé Magazine – Proteinriegel: Diese Fehler sollte man vermeiden
Futura Santé – Proteinriegel: Sind sie für Sportler sinnvoll?
Que Choisir – Was sind Proteinriegel wirklich wert?
Adèle Peyches


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