Brotdosen für Kinder für die Schule: 5 Regeln, damit das Essen in der Pause noch frisch ist
Die richtige Auswahl des Mittagessens ist nur ein Teil der Sache. Man muss auch darüber nachdenken, wie es bis zum Verzehr aufbewahrt wird, ob das Kind es ohne Hilfe handhaben kann und ob die Art des Schneidens altersgerecht ist.
1. Die Brotdose ist kein Kühlschrank.
Eine Kühltasche hilft dabei, die Temperatur zu halten, muss jedoch mit Kühlakkus gefüllt sein. Wenn die Schule über einen Kühlschrank verfügt, ist es am einfachsten, die Brotdose bei der Ankunft dort zu verstauen. Ist dies nicht der Fall, müssen eine gute Kühltasche und ausreichend Kühlakkus diese Aufgabe bis zur Pause übernehmen.
Die Zeit ohne Kühlung beginnt, sobald das Essen nicht mehr gekühlt wird. Als allgemeine Richtlinie für die Lebensmittelsicherheit sollten verderbliche Lebensmittel nicht länger als zwei Stunden bei Raumtemperatur bleiben, an besonders heißen Tagen sogar noch weniger.
Deshalb sollten ein Joghurt oder ein Omelett, die gleich morgens aus dem Kühlschrank genommen werden, nicht den ganzen Vormittag lang in einem Rucksack bleiben, ohne dass Maßnahmen zu ihrer Kühlung getroffen werden.
2. Was nach dem Kochen passiert, spielt ebenfalls eine Rolle
Auch wenn ein Lebensmittel richtig gegart wurde, ist das noch lange keine Garantie dafür, dass es anschließend in jeder Form haltbar ist. Ein Omelett, ein Brathähnchen oder eine Portion Reis können zwar korrekt zubereitet worden sein, sind aber dennoch nicht mehr zum Verzehr geeignet, wenn sie zu lange bei Temperaturen stehen, die das Wachstum von Mikroorganismen begünstigen.
Zu Hause sind die Regeln allgemein bekannt:
- saubere Hände und Küchenutensilien,
- gut gewaschenes Obst und Gemüse, ausreichend gegartes Fleisch und Eier sowie
- rechtzeitige Kühlung der Lebensmittel, die dies erfordern
In einer Lunchbox für Kinder sollte man zudem auf hausgemachte Speisen mit rohem Ei verzichten.
Das Mittagessen am Vorabend vorzubereiten, ist durchaus möglich. Es wird im Kühlschrank aufbewahrt und bleibt dort bis zum nächsten Morgen. Unsinnig ist es jedoch, ein gekochtes Gericht stundenlang auf der Arbeitsplatte stehen zu lassen, bis es vollständig abgekühlt ist.
Auch bei Lebensmitteln, die wieder mit nach Hause genommen werden, ist Vorsicht geboten. Wenn ein leicht verderbliches Lebensmittel einen Großteil des Vormittags nicht gekühlt war, lassen sich die während dieser Zeit verlorenen Lagerbedingungen durch das erneute Einlegen in den Kühlschrank nicht wiederherstellen.
3. Bei Kindern kommt es darauf an, was sie essen, aber auch, wie es geschnitten ist
Auch ganze Nüsse, Hartbonbons und andere runde, sehr harte oder klebrige Lebensmittel erfordern besondere Aufmerksamkeit. Das Alter des Kindes und seine Fähigkeit, jedes Lebensmittel zu kauen und damit umzugehen, sollten darüber entscheiden, wie wir es ihm anbieten.
Auch der Ort, an dem das Kind isst, spielt eine Rolle. Zu Hause können wir darauf achten, dass das Kind sitzt, in Ruhe kaut und ein Erwachsener in der Nähe bleibt. In der Pause sieht es meist ganz anders aus: Es herrscht Eile, es wird geredet, es wird herumgelaufen und es gibt viele Ablenkungen.
Deshalb lohnt es sich, so alltägliche Lebensmittel wie Weintrauben, Kirschtomaten, rohe Möhren oder bestimmte Apfelstücke mit anderen Augen zu betrachten. Man muss sie nicht unbedingt aus der Brotdose streichen, sondern sollte sie altersgerecht zubereiten.
4. Eine gute Brotdose muss mehr können, als nur gut auszusehen
Dass auf einer Brotdose in großen Buchstaben steht, sie sei „BPA-frei“, bedeutet nicht automatisch, dass sie für jeden Verwendungszweck geeignet ist. In der Europäischen Union unterliegen Materialien, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Kontakt zu kommen, einer speziellen Regelung.
Es ist ratsam, eine Brotdose zu wählen, die für den Lebensmittelgebrauch konzipiert ist, und die Herstellerangaben zu Mikrowelle, Geschirrspüler, Gefrieren und Höchsttemperaturen zu beachten.
Bei Kindern gibt es zwei weitere Aspekte, die Beachtung verdienen: die Robustheit und die Selbstständigkeit. Ein Deckel, der für einen Erwachsenen hervorragend geeignet ist, kann für ein fünfjähriges Kind zu einer kleinen täglichen Herausforderung werden. Bevor die Brotdose zum ersten Mal in der Schule zum Einsatz kommt, sollte man sie zu Hause ausprobieren: Das Kind soll sie öffnen, schließen und prüfen, wie sich die verschiedenen Fächer transportieren lassen.
Dann kommt der weniger spektakuläre, aber ebenso wichtige Teil: die Brotdose täglich zu spülen und vollständig trocknen zu lassen, bevor man sie wieder verstaut.
5. Frag in der Schule nach, bevor du die Brotdose füllst
Drei Fragen können eine Menge Fehler ersparen:
- Gibt es einen Kühlschrank?
- Wo und unter welcher Aufsicht essen die Kinder?,
- Welche Regeln gelten in Bezug auf Allergien und das gemeinsame Essen?
Die Antworten bestimmen den Inhalt der Brotdose weitaus stärker, als es auf den ersten Blick scheint. Wenn keine Möglichkeit besteht, die Lebensmittel kühl zu halten, kann es praktischer sein, auf haltbare und altersgerechte Lebensmittel zurückzugreifen: eine ganze Mandarine oder Banane, Brot, bestimmte Trockenprodukte oder Zubereitungen, die keine Kühlung benötigen.
Wenn wir Joghurt, Frischkäse, Eier, Hummus, Fleisch, Fisch oder bereits geschnittenes Obst einpacken möchten, sollte die Kühlung bereits gesichert sein, bevor wir den Rucksack schließen.
Das bedeutet nicht, die Brotdose mit industriell hergestellten Produkten zu füllen, nur weil diese einige Stunden außerhalb des Kühlschranks besser haltbar sind. Es gibt auch einfache und wenig verarbeitete Optionen, die gut funktionieren können: eine Mandarine, eine Banane, Brot, ein kleines Sandwich, hausgemachte Pfannkuchen oder ein Stück einfacher hausgemachter Kuchen – vorausgesetzt, sie enthalten keine Füllungen oder Zutaten, die gekühlt werden müssen.
Es ist nicht notwendig, alle Fächer zu füllen.
Eine gute Schulbrotdose ist nicht die, die um jeden Preis leer zurückkommt. Es ist die, die in der Pause mit dem Essen in gutem Zustand ankommt, altersgerechte Lebensmittel enthält und Teil einer Routine ist, die sowohl die Familie als auch die Schule problemlos bewältigen können.
Patricia González
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