Tomaten: Anzeichen dafür, dass sie wirklich gut schmecken werden
Haben Sie schon einmal wunderschöne, tiefrote, glänzende Tomaten gekauft und sich dabei schon den perfekten Salat mit einem Schuss Olivenöl vorgestellt … nur um beim ersten Bissen festzustellen, dass sie fast keinen Geschmack hatten?
Keine Sorge, das ist schon vielen von uns passiert ;)
Denn eine gute Tomate wählt man nicht nur mit den Augen aus. Natürlich spielt die Farbe eine Rolle, aber sie ist nicht der einzige Anhaltspunkt. Der Duft, die Konsistenz, das Gewicht, die Jahreszeit oder auch die Sorte können viel mehr darüber aussagen, was Sie erwartet, sobald die Tomate aufgeschnitten ist.
Und wenn man eine wirklich gute Tomate findet, muss man ehrlich gesagt gar nicht viel Aufhebens darum machen: ein bisschen Salz, ein paar Basilikumblätter, ein Stück Brot zum Auftunken … und alle sind zufrieden :)
Der Duft – der erste echte Hinweis
Bevor Sie die Tomate überhaupt von allen Seiten betrachten, riechen Sie erst einmal daran.
Eine Tomate, die Geschmack hat, verströmt oft einen frischen, pflanzlichen, leicht süßlichen Duft. Der Duft ist besonders stark in der Nähe des Stiels, jenem kleinen grünen oder eingedrückten Teil an der Oberseite.
Wenn sie überhaupt nichts duftet, ist das nicht unbedingt eine Katastrophe, aber auch nicht besonders vielversprechend. Eine Tomate, die schon vor dem Aufschneiden duftet, hat bereits bessere Chancen, auf dem Teller schmackhaft zu sein.
Unser kleiner Tipp: Nehmen Sie auf dem Markt eine Tomate in die Hand und riechen Sie diskret daran. Wenn sie Ihnen schon Lust auf einen Tomaten-Mozzarella-Salat macht, ist das ein ziemlich gutes Zeichen :)
Die Farbe muss kräftig sein, muss aber nicht unbedingt perfekt sein
Man geht oft davon aus, dass eine gute Tomate leuchtend rot sein muss. Das stimmt jedoch nicht immer!
Manche Sorten sind gelb, grün, schwarz, orange, rosa oder gestreift. Wichtig ist also nicht, eine „perfekt rote“ Tomate zu haben, sondern eine Farbe, die zur jeweiligen Sorte passt, und einen deutlich erkennbaren Reifegrad.
Eine zu blasse Tomate oder eine mit großen, harten und grünen Stellen ist möglicherweise noch nicht reif genug. Umgekehrt kann eine sehr weiche, fleckige oder zu dunkle Tomate bereits überreif sein.
Kurz gesagt: Man sucht eine reife Tomate, keine, die wie auf einem Plakat nach Größe sortiert ist. Etwas unregelmäßige, gerippte oder ältere Tomaten können übrigens geschmacklich sehr schöne Überraschungen bereithalten ;)
Die Konsistenz: geschmeidig, aber niemals weich
Eine schmackhafte Tomate muss eine gute Festigkeit haben.
Wenn Sie sie in die Hand nehmen, muss sie fest sein, aber nicht hart wie ein Ball. Wenn Sie ganz leicht darauf drücken, darf sie unter den Fingern ein klein wenig nachgeben – ein Zeichen dafür, dass sie reif ist.
Ist sie zu hart, ist sie möglicherweise noch zu jung und daher weniger aromatisch. Ist sie zu weich, schrumpelig oder lässt sie sich leicht eindrücken, kann sie überreif, mehlig oder bereits verdorben sein.
Die richtige Balance? Eine fleischige, geschmeidige, schwere Tomate, die Lust macht, sie sofort auf einem Schneidebrett mit einem guten Messer aufzuschneiden :)
Auch das Gewicht kann Ihnen helfen
Bei gleicher Größe ist eine besonders schwere Tomate oft saftiger.
Das ist natürlich keine absolute Regel, aber ein interessanter Anhaltspunkt. Eine Tomate, die leicht wirkt, kann wenig Saft enthalten oder bereits zu trocknen beginnen. Eine für ihre Größe schwere Tomate macht oft den Eindruck, gut gefüllt zu sein und mehr Fruchtfleisch zu haben.
Am besten ist es, mehrere Anzeichen zu kombinieren: eine schwere, duftende Tomate, die geschmeidig, aber nicht matschig ist und je nach Sorte eine schöne Farbe hat … dann ist man schon auf einem sehr guten Weg!
Die Jahreszeit verändert wirklich alles
Seien wir ehrlich: Eine Tomate, die man mitten im Sommer isst, hat oft nichts mit einer Tomate zu tun, die man mitten im Januar kauft.
In der Saison sind Tomaten in der Regel saftiger, aromatischer und süßer. Sie brauchen Sonne, um ihren Geschmack zu entfalten, und das merkt man sofort auf dem Teller.
Außerhalb der Saison ist es manchmal besser, sie zu verarbeiten, anstatt sie roh zu essen. Eine etwas fade Tomate kann in einer Soße, auf einer Tarte, in der Pfanne oder gebraten mit Olivenöl, Knoblauch und Kräutern viel interessanter werden.
Wenn Ihre Tomaten also nicht besonders aromatisch sind, keine Panik: Verzichten Sie auf den einfachen Salat und verfeinern Sie sie beim Kochen ein wenig ;)
Abwechslung macht den Unterschied
Nicht alle Tomaten eignen sich für denselben Verwendungszweck.
Kirschtomaten sind oft süß und eignen sich perfekt zum Knabbern oder als Beilage in einem Salat. Heimat-Tomaten haben manchmal mehr Charakter, wobei sich Textur und Geschmack je nach Sorte stark unterscheiden. Ochsenherztomaten sind fleischig und eignen sich ideal zum Servieren in schönen Scheiben. Längliche Tomaten sind hingegen oft sehr praktisch für Soßen.
Bevor Sie sich also entscheiden, fragen Sie sich, wofür Sie die Tomaten verwenden möchten. Für einen ganz einfachen Salat eignet sich eine aromatische und saftige Tomate am besten. Für eine Soße ist eine fleischigere Tomate genau das Richtige.
Und wenn Sie auf dem Markt unentschlossen sind, zögern Sie nicht, den Erzeuger um Rat zu fragen. Oft kann er Ihnen sagen, welche am süßesten, am säuerlichsten oder am besten zum Rohverzehr geeignet sind :)
Vorsicht vor zu kalten Tomaten
Ein kleiner, aber sehr häufiger Fehler: Tomaten in den Kühlschrank zu legen.
Zugegeben, manchmal, wenn sie sehr reif sind und es sehr heiß ist, möchte man vielleicht ihren Reifeprozess verlangsamen. Aber im Allgemeinen neigt Kälte dazu, ihr Aroma zu schwächen und ihre Konsistenz zu verändern.
Am besten bewahrt man sie daher bei Raumtemperatur an einem kühlen Ort auf, geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung. Und wenn sie wirklich sehr reif sind, isst man sie schnell auf oder verarbeitet sie zu Soße, Gazpacho oder Tarte.
Unser kleiner Tipp: Schneiden Sie Ihre Tomaten nicht zu lange im Voraus auf. Sie schmecken direkt nach dem Schneiden am besten – mit einer guten Würze und ein paar frischen Kräutern.
Wie wählt man also Tomaten aus, die wirklich gut schmecken?
Zusammenfassend lässt sich sagen: Verlassen Sie sich nicht nur auf das Aussehen. Eine perfekt runde und glänzende Tomate kann ziemlich fade schmecken, während eine etwas unebene Tomate köstlich sein kann.
Achten Sie stattdessen auf diese Merkmale: einen intensiven Duft, eine schöne, sortentypische Farbe, eine weiche, aber feste Konsistenz, ein angenehmes Gewicht in der Hand und, wenn möglich, eine Tomate der Saison.
Und wenn ihr erst einmal die richtigen gefunden habt, müsst ihr das Rezept nicht unnötig komplizieren. Ein Spritzer Olivenöl, eine Prise Salz, Basilikum, ein wenig Mozzarella oder ein paar Oliven … und schon habt ihr einen der größten Genüsse des Sommers.
Jetzt, da ihr alles wisst, müsst ihr nur noch auf dem Markt die Augen offen halten … und Brot bereitstellen, um den Saft vom Teller aufzutunken :)
Adèle Peyches
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