Hugo Spritz: der Cocktail aus den Alpen, der sogar die New York Times begeistert hat

Friday 17 July 2026 11:00 - Leandra Masha
Hugo Spritz: der Cocktail aus den Alpen, der sogar die New York Times begeistert hat

Wenn sogar die New York Times einem Cocktail Platz einräumt, der in den italienischen Bergen entstanden ist, bedeutet das, dass sich im Glas etwas Interessantes abspielt. Im Mittelpunkt steht der Hugo Spritz, der Aperitif mit Prosecco, Holunder und Minze, der seinen Ursprung in Südtirol hat, mittlerweile die Lokale in halb Europa erobert hat und auch in den Vereinigten Staaten auf sich aufmerksam macht.

Klar, duftend und mit grünen Minzblättern garniert, scheint der Hugo Spritz wie geschaffen für Sommertage zu sein. Er ist erfrischend, ohne zu sauer zu sein, aromatisch, ohne schwer zu wirken, und so auffällig, dass er sofort ins Auge fällt, sobald er auf den Tisch kommt.

Und doch ist er kein neu erfundener Cocktail. Der Hugo ist seit über zwanzig Jahren bekannt, vor allem in Norditalien und in den Ländern Mitteleuropas. Heute erlebt er jedoch eine neue internationale Beliebtheit, angetrieben vom Wunsch nach einem blumigen, erfrischenden Getränk, das sich auch zu Hause einfach zubereiten lässt.


Was ist der Hugo Spritz und warum ist er so beliebt?

Der Hugo Spritz ist ein Aperitif aus Prosecco, Soda, Holunder, frischer Minze, Limette und reichlich Eis. Im Glas präsentiert er sich klar, glänzend und leicht grünlich, mit einem Duft, der schon vor dem ersten Schluck wahrnehmbar ist.

Der Holunder verleiht ihm blumige Noten, die an weiße Blüten und Honig erinnern. Die Minze sorgt für Frische, während die Limette eine Zitrusnote beisteuert, die die Süße ausgleicht. Die Perlage des Proseccos rundet das Ganze ab und macht den Cocktail spritzig und angenehm zu trinken.

Was ihn besonders beliebt macht, ist gerade seine Ausgewogenheit. Der Hugo Spritz hat einen unverwechselbaren, aber nicht aufdringlichen Geschmack. Er ist aromatisch, durstlöschend und lässt sich leicht individuell anpassen, indem man die Menge an Holunder, Soda oder Limette variiert.

Wo wurde der Hugo Spritz erfunden?

Die Erfindung des Hugo Spritz wird dem Südtiroler Barkeeper Roland Gruber zugeschrieben, der ihn angeblich 2005 in Südtirol kreiert hat.

Das ursprüngliche Rezept soll mit einem Melissenlikör zubereitet worden sein, einer in den Alpenregionen weit verbreiteten aromatischen Pflanze. Später wurde die Melisse durch Holunder ersetzt, der leichter zu bekommen ist und dem Drink einen intensiven, unverkennbaren blumigen Duft verleiht.

Als Aperitif aus den Bergen begann der Hugo seine Reise. Zunächst verbreitete er sich in Österreich, Deutschland und der Schweiz, dann hielt er Einzug in die Cocktailbars der großen europäischen Städte. Heute wird er in italienischen Straßencafés, auf internationalen Terrassen und in amerikanischen Lokalen serviert, behält aber immer noch jene entspannte Urlaubsatmosphäre der Dolomiten bei.

Warum reden alle über den Hugo Spritz?

Der Hugo Spritz gefällt, weil er den Geschmack des modernen Aperitifs perfekt trifft: Er ist frisch, duftend, leicht zu trinken und sehr charakteristisch. Er setzt nicht auf Intensität, sondern auf die Ausgewogenheit zwischen Perlage, blumigen Noten, Kräutern und Zitrusfrüchten. Es ist ein einfacher, aber keineswegs banaler Cocktail, der sofort Assoziationen an Sommer, Straßencafés, Terrassen und Urlaub in den Bergen weckt.

Sein Erfolg beruht auch auf seiner ganz eigenen Identität. Der Hugo ist nicht einfach nur „ein heller Spritz“: Er ist ein Drink, der mit Südtirol, den Düften der Alpen und einer sanfteren, weniger gekünstelten Vorstellung vom Aperitif verbunden ist. Im Glas sind Prosecco, Holunder, Minze und Limette, aber auch die Vorstellung von Frische, Natur und Geselligkeit enthalten.

Was ihn so zeitgemäß macht, ist auch seine Vielseitigkeit. Er kann mit Holundersirup für eine süßere und leichtere Variante, mit Holunderlikör für ein vollmundigeres Ergebnis oder in einer alkoholfreien Version zubereitet werden. Diese Fähigkeit, sich an unterschiedliche Geschmäcker anzupassen, hat ihn nicht nur in italienischen Bars, sondern auch in europäischen und internationalen Lokalen beliebt gemacht.

Warum hat auch die „New York Times“ darüber berichtet?

Die Tatsache, dass auch die New York Times den Hugo Spritz ins Rampenlicht gerückt hat, bestätigt, dass dieser Cocktail mittlerweile weit über die Grenzen der Alpen hinaus bekannt ist. Ursprünglich ein lokaler Aperitif, der vor allem mit Norditalien und Mitteleuropa verbunden war, hat sich der Hugo zu einem internationalen Phänomen entwickelt, das auch das amerikanische Publikum für sich gewinnen konnte.

Sein Reiz liegt gerade in seiner Einfachheit. In einer Zeit, in der viele nach weniger schweren, frischeren und leichter zu trinkenden Getränken suchen, bietet der Hugo Spritz eine naheliegende Antwort: Er hat Perlage, einen eleganten blumigen Duft, eine helle Farbe und einen Geschmack, der zart bleibt. Er ist eindrucksvoll, ohne übertrieben zu sein, aromatisch, ohne aufdringlich zu wirken.

Die „New York Times“ hat diese neue weltweite Aufmerksamkeit für einen Cocktail aufgegriffen, der in den Alpen bereits seit Jahren bekannt war. Seine Wiederentdeckung zeugt auch von einem umfassenderen Trend: der Rückkehr zu einfachen, frischen, kräuterigen und blumigen Aperitifs, die etwas Besonderes wirken und dennoch einfach zuzubereiten und zu servieren sind.

So bereiten Sie den Hugo Spritz zu Hause zu

Das Schöne am Hugo Spritz ist, dass man kein Barkeeper sein muss, um ihn zu servieren: Es reichen ein paar gut ausgewählte Zutaten, ein großes Weinglas und die richtige Balance zwischen Perlage, Frische und blumigem Duft. Er ist der ideale Cocktail, wenn man etwas Eindrucksvolles und doch Einfaches servieren möchte, das sofort den Eindruck eines gelungenen Aperitifs vermittelt.

Ihn zu Hause zuzubereiten bedeutet auch, ihn ganz nach eigenem Geschmack anzupassen: milder, wenn man die leichten Holundernoten bevorzugt, frischer mit ein paar zusätzlichen Minzblättern, spritziger mit gut gekühltem Schaumwein. In wenigen Minuten entsteht ein eleganter, sommerlicher Drink, der sich perfekt zum gemeinsamen Genießen eignet, vom ersten Aperitif auf der Terrasse bis hin zu einem Abendessen mit Freunden.

Um die Mengenangaben, Zutaten und alle Zubereitungsschritte zu erfahren, folgt unserem Rezept

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