Weihnachten wird günstiger, wenn man schon im November einkauft
Einfrieren, planen und mit Bedacht einkaufen kann das beste Geschenk sein, das Sie sich dieses Jahr selbst machen. So organisieren Sie ein köstliches und günstigeres Weihnachtsfest, wenn Sie einen Monat früher anfangen.
In der Küche ist Zeit wie im Leben eine Zutat. Und wer sie zu nutzen weiß, hat gewonnen. Deshalb verlegen immer mehr Hobbyköche ihre Weihnachtsvorbereitungen in den November: nicht, um sich zu beeilen, sondern um das Fest ganz entspannt zu genießen.
Die Speisekammer im November: Das Geheimnis eines guten Gastgebers
Während viele erst an das Menü denken, wenn die ersten Weihnachtslieder erklingen, sorgen die Vorausschauenden schon mit Vorbereitungen für entspannte Feiertage. Im November sind die Preise für beliebte Produkte noch nicht in die Höhe geschossen: Meeresfrüchte sind weiterhin zu vernünftigen Preisen zu haben, Wein wurde noch nicht mit dem saisonalen Aufschlag teurer, und Turrón kostet ein Drittel weniger.
Die Vorratskammer einen Monat im Voraus zu planen ist wie eine gute Brühe zuzubereiten: Sie muss langsam köcheln. Am besten füllt man den Vorratsschrank mit haltbaren Weihnachtsklassikern – Mehl, Konserven, Gewürzen, Nüssen und Trockenfrüchten sowie Likörweinen – und nutzt Rabatte, um Lebensmittel zu kaufen, die später eingefroren werden können, ohne an Konsistenz zu verlieren.
Der Hummer vom 10. November schmeckt am 24. Dezember genauso gut, kostet aber nur halb so viel. Das Gleiche gilt für Rinderfilet, Lamm oder Poularde. Lebensmittel rechtzeitig zu verpacken, zu marinieren oder zuzubereiten und einzufrieren, ist nicht geizig, sondern typisch für Gastgeber, die ihr eigenes Festessen genießen möchten.
Vorgezogenes Kochen, stressfreie Partys
Eine gute kulinarische Planung spart nicht nur Geld, sondern schont auch die Nerven. Das Weihnachtsmenü Wochen im Voraus vorzubereiten, ermöglicht es, Rezepte auszuprobieren, Mengen anzupassen und Gerichte auszuwählen, die durchgezogen noch besser schmecken.
Fleischeintöpfe, Pasteten, Cremesuppen und Fonds lassen sich bedenkenlos zubereiten und einfrieren. Plätzchenteig oder Brioche für das Frühstück am 25. Dezember lassen sich ebenfalls gut vorbereiten. Selbst empfindliche Desserts wie Tiramisu oder Käsekuchen profitieren von einer Ruhezeit im Kühlschrank, für die man nur mit guter Planung sorgt.
Wir von Petitchef sagen es jeden Dezember aufs Neue: Das beste Festessen ist das, das man genießt, nicht das, unter dem man leidet. Wer im November kocht, hat mehr Zeit für das, was an Weihnachten wirklich zählt: den Tisch decken, den Wein öffnen und dem Lachen lauschen.
Wann und was sollte man kaufen?
Es gibt einen unsichtbaren Kalender, der die Ausgaben rund um die Feiertage bestimmt.
Weine und Spirituosen: Der November ist die richtige Zeit dafür. Viele Weingüter und Fachgeschäfte bieten diskrete Rabatte an, bevor der große Ansturm auf die Festessen beginnt.
Meeresfrüchte: Frisch gekauft und richtig eingefroren (gut gesäubert und getrocknet) sind sie bis zu drei Monate haltbar.
Fleisch: Rinderfilet, Lamm oder Kapaun werden ab dem 10. Dezember 20 bis 40 % teurer. Wer früher kauft und das Fleisch portionsweise einfriert, investiert am besten.
Süßigkeiten und Backwaren: Turrón, Nüsse und Gewürze werden wegen der hohen Nachfrage teurer. Im November sind sie noch zu den üblichen Preisen und in größerer Auswahl erhältlich.
Der einzige Feind dieser Methode ist die Improvisation. Eine Menüliste mit Vorspeisen, Hauptgerichten und Desserts verhindert Impulskäufe und hilft, Sonderangebote zu nutzen, ohne das Haus mit unnötigen Produkten vollzustellen.
Der Gefrierschrank, Ihr bester Verbündeter zu Weihnachten
Ohne die Gefriertruhe richtig zu nutzen, lässt sich nichts sparen. Ein Einkauf im November lohnt sich nur, wenn die Lebensmittel richtig aufbewahrt werden. Und genau darin liegt der Trick: mit System einfrieren, nicht in letzter Minute.
Meeresfrüchte sollten roh, sauber und gut getrocknet vakuumiert oder in luftdichten, möglichst luftleeren Beuteln aufbewahrt werden. Fisch sollte stets in kleinen Portionen eingefroren und mit dem Datum beschriftet werden. Fleisch teilt man am besten in Portionen auf und wickelt diese in Frischhaltefolie, bevor man sie in einen Beutel legt: So taut das Fleisch besser auf und es bildet sich weniger Gefrierbrand.
Auch ein Teil des Menüs lässt sich vorbereiten: Brühen als Grundlage, Cremesuppen oder süße Teige können eingefroren werden, ohne an Geschmack zu verlieren. Das Geheimnis ist, die Lebensmittel langsam im Kühlschrank aufzutauen und sie so ohne starke Temperaturschwankungen ihre Konsistenz wiedergewinnen zu lassen.
Eine gut organisierte Gefriertruhe spart nicht nur Geld, sondern auch Stress. So lässt sich eine Vorspeise improvisieren, ohne zum Supermarkt zu hetzen, oder das Abendessen für Heiligabend vorbereiten, ohne ständig auf die Uhr zu schauen. Letztlich ist es die beste Art, im November mit Bedacht einzukaufen und einzufrieren, um im Dezember Ruhe zu haben.
Patricia González
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