Die häufigsten Fehler beim Kochen von Kartoffeln und wie man sie vermeidet, damit sie perfekt gelingen
Kartoffeln zu kochen scheint eines dieser Dinge zu sein, die keiner Erklärung bedürfen. Man gibt sie in einen Topf, bedeckt sie mit Wasser, wartet eine Weile und fertig. Doch ein matschiger Kartoffelsalat, eine wässrige Beilage oder eine innen noch harte Kartoffel erinnern daran, dass selbst die einfachsten Dinge ihre Technik haben.
Gute gekochte Kartoffeln gelingen nicht dank eines großen Geheimnisses, sondern indem man einige sehr häufige Fehler vermeidet.
1. eine beliebige Kartoffel verwenden
Der erste Fehler passiert schon, bevor man den Herd einschaltet: Man nimmt einfach die erstbeste Kartoffel. Nicht alle Kartoffeln eignen sich gleichermaßen zum Kochen. Manche sind mehliger und zerfallen leicht, andere behalten besser ihre Form und werden weich, ohne auseinanderzufallen.
In Spanien spricht man oft von Frühkartoffeln und Lagerkartoffeln, und auch dieser Unterschied ist wichtig. Frühkartoffeln sind jünger und enthalten mehr Wasser. Sie bleiben beim Kochen eher fest und eignen sich gut, um sie ganz zu kochen und als Beilage oder für Kartoffelsalat zu servieren.
Zum Kochen eignen sich Sorten wie Monalisa, Kennebec, Spunta, Red Pontiac oder Desirée. Hilfreich ist auch ein Blick auf die Verpackung: Dort steht oft „zum Kochen“. Für Kartoffelpüree ist eine weichere Kartoffel kein Problem; für Kartoffelsalat oder als Beilage sollten die Kartoffeln ihre Form behalten.
2. verschiedene Größen mischen
Wenn Sie eine große Kartoffel, zwei mittelgroße Kartoffeln und mehrere kleine Kartoffeln zusammen kochen, wird das Ergebnis ungleichmäßig. Wenn die kleinen Kartoffeln fertig sind, ist die große noch hart. Und wenn Sie auf die große Kartoffel warten, werden die kleinen Kartoffeln zu lange gekocht.
Wählen Sie idealerweise Kartoffeln von ähnlicher Größe. Wenn Sie sie schneiden, achten Sie darauf, dass die Stücke gleich groß sind. Sie brauchen keine millimetergenaue Präzision, aber Sie müssen sehr ungleiche Stücke vermeiden.
3. Schälen Sie sie immer vor dem Kochen
Vorheriges Schälen ist nicht immer die beste Lösung. Für Beilagen, Kartoffelsalat oder Püree empfiehlt es sich oft, die Kartoffeln mit Schale zu kochen. So behalten sie ihr Aroma besser, nehmen weniger Wasser auf und werden nicht so wässrig.
Allerdings sollte man sie unter fließendem Wasser gründlich waschen und Erdreste abbürsten. Nach dem Kochen lässt sich die Schale, sobald die Kartoffeln etwas abgekühlt sind, ganz leicht abziehen.
4. Mit kochendem Wasser beginnen
Wenn die Kartoffeln ganz sind, ist es am besten, mit kaltem Wasser zu beginnen. Sie werden in den Topf gelegt, ein paar Zentimeter hoch mit Wasser bedeckt und auf den Herd gestellt.
Wenn man sie direkt ins kochende Wasser gibt, wird die Außenseite auf einmal erhitzt, während das Innere länger zum Kochen braucht. Ergebnis: außen zu weich, innen noch zäh.
5. Kochen Sie sie in Strömen
Ein starkes Kochen lässt Kartoffeln nicht besser garen; es erhöht lediglich das Risiko, dass sie aneinanderstoßen, Risse bekommen oder zerbrechen.
Am besten bringt man das Wasser zum Kochen und reduziert dann die Hitze auf mittlere Stufe, sodass die Kartoffeln sanft und gleichmäßig köcheln. Außerdem sollte man sie während des Kochens nicht zu oft umrühren, denn mit zunehmender Garzeit werden sie empfindlicher.
6. Sich allein auf die Uhr verlassen
Richtwerte sind hilfreich, aber nicht in Stein gemeißelt. Eine mittelgroße Kartoffel braucht etwa 20 bis 25 Minuten, eine große ungefähr 30 Minuten und eine in Stücke geschnittene vielleicht 12 bis 15 Minuten. Das hängt jedoch von der Größe, der Sorte und der Hitze ab.
Am zuverlässigsten ist nach wie vor die Probe mit einem dünnen Messer, einem Holzspieß oder einer Gabel. Lässt sich das Hilfsmittel leicht hinein- und wieder herausziehen, ist die Kartoffel gar. Spürt man Widerstand, braucht sie noch ein paar Minuten.
7. Nicht darüber nachdenken, wofür sie verwendet werden sollen
Nicht alle gekochten Kartoffeln müssen gleich gar sein. Für Püree dürfen sie weicher sein. Für Kartoffelsalat, Salat oder als Beilage sollten sie weich, aber noch ganz sein. In einem Eintopf kann es sogar sinnvoll sein, wenn sie etwas Stärke abgeben, damit die Brühe andickt.
Die Frage ist nicht nur, wie lange sie brauchen, sondern auch, was du anschließend mit ihnen machen möchtest.
8. Vergessen der letzten Ruhezeit
Wenn die Kartoffeln gar sind, sollte man sie nicht im heißen Wasser liegen lassen. Gieß sie ab und gib sie für ein besseres Ergebnis noch für ein paar Minuten ohne Wasser zurück in den heißen Topf, damit sie Feuchtigkeit verlieren.
Diese kurze Ruhezeit verhindert, dass sie wässrig werden, und verbessert die Konsistenz – vor allem, wenn sie als Beilage serviert oder mit einem Dressing vermischt werden sollen.
Was ist mit Ihnen?
Jede Familie hat ihre eigene Art, Kartoffeln zu kochen: Manche setzen sie immer mit kaltem Wasser auf, manche schälen sie nie, manche geben einen Schuss Essig hinzu, damit sie nicht zerbrechen, und manche können den richtigen Garpunkt seit Jahren mit einem Blick erkennen.
Wie kochst du sie? Hast du einen überlieferten Trick, eine Lieblingssorte oder eine Methode, die immer funktioniert? Schreib uns in den Kommentaren: Gemeinsam kommen uns bestimmt noch mehr Ideen, wie eine so einfache gekochte Kartoffel genau so gelingt, wie sie soll.
Patricia González
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